Bundesgericht
Mord an Tamilin: Strafmass muess neu bestimmt werden

Das Appellationsgericht Basel-Stadt muss das Strafmass für einen Tamilen neu bestimmen, der im Dezember 2000 seine Ex-Freundin ermordet hatte. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Verurteilten teilweise gutgeheissen.

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Der Verurteilte hat gemäss Urteil seine damalige Ex-Freundin im Dezember 2000 zunächst stark gewürgt und ihr dann die Kehle durchgeschnitten. (Symbolbild)

Der Verurteilte hat gemäss Urteil seine damalige Ex-Freundin im Dezember 2000 zunächst stark gewürgt und ihr dann die Kehle durchgeschnitten. (Symbolbild)

Getty Images/iStockphoto

In einem am Montag veröffentlichten Entscheid hat das Bundesgericht lediglich die Rüge bezüglich der Strafzumessung gutgeheissen. Das Appellationgericht hatte in diesem Punkt das seit der Tat längst revidierte Gesetz angewendet, obwohl dieses das strengere ist.

Die Lausanner Richter schliessen nicht aus, dass die Strafe wegen des langjährigen Wohlverhaltens des Tamilen seit der Tat reduziert werden könnte. Das muss die Vorinstanz nun nochmals prüfen und ein neues Urteil fällen.

Das Appellationsgericht verurteilte den heute 47-jährigen Mann wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren. Es erhöhte die Strafe gegenüber der ersten Instanz um zwei Jahre.

Der Verurteilte hat gemäss Urteil seine damalige Ex-Freundin im Dezember 2000 zunächst stark gewürgt und ihr dann die Kehle durchgeschnitten. Dem Mann gelang es danach unterzutauchen und nach Neuseeland zu flüchten.

Mit falschen Papieren baute er sich in Auckland ein neues Leben auf. Er heiratete und wurde Vater von zwei Kindern. Ende 2014 wurde er jedoch enttarnt und ein Jahr später an die Schweiz ausgeliefert.