Der FC Basel hat einen Kader vom 25 Feldspielern, davon 16 Nationalspieler. «Ich habe entschieden, das Leistungsprinzip anzuwenden. Damit habe ich in Luzern schon gute Erfahrungen gemacht» erklärt Murat Yakin im Interview mit dem «Sonntagsblick». Dass aber jeder so viel spielen möchte wie möglich, kann der Trainer des FC Basel natürlich nachvollziehen. Auch bei den Degen-Zwillingen. «Bei den Degens gibt es einfach grosse Konkurrenz auf ihren Positionen. Am Ende spielen die Besten».

Ein aussichtslose Situation für die Zwillinge? «Zu gegebener Zeit wird jeder Spieler seine Chance bekommen, die Saison ist schliesslich sehr lang» versucht er die Situation etwas abzuwiegeln. Doch dass mit den Zwillingen, mit denen er früher noch zusammenspielte, nicht alles glatt läuft, kann er nicht verleugnen. «Ich habe teilweise eine andere Ansicht als sie. Und ich muss feststellen, dass andere Spieler einen konstanteren Beitrag zur Mannschaftsleistung beitragen.» Über die gesamte Dauer der Saison hinweg brauche er aber schliesslich jeden Spieler.

Strellers Auswechslung als Ursprung der Unruhen?

Auf die Unruhen im Verein angesprochen, glaubt Yakin, den möglichen Auslöser gefunden zu haben: «Sie sind nicht sportlicher Natur. Vielleicht hat die Auswechslung von Marco Streller (im Spiel gegen Steaua Bukarest) die Polemik ins Rollen gebracht.» Dass die Auswechslung matchentscheidend war, glaubt der Coach des Schweizer Meisters aber auch heute noch nicht.

Eine Auswechslung als Ursprung der Unruhen? Oder machen doch einzelne Spieler wie etwa die Degens Stimmung gegen ihren Trainer? «Ich bin Trainer und kein Detektiv» so Yakin. Ihn intressiere lediglich das Geschehen auf dem Platz. Yakin weicht also aus, denn «es wird viel geredet und viel geschrieben.»

Ein anderes Thema, welches auch medial aufgebauscht sei, ist die noch nicht erfolgte Vetragsverlängerung des Meister-Trainers. «Für mich hat das mit Misstrauen nichts zu tun.» Yakin kann sich eine Weiterführung der Zusammenarbeit durchaus vorstellen.

Also alles gut beim FCB? «Wir sind sportlich einigermassen auf Kurs. Wir bestreiten sieben Spiele in den nächsten drei Wochen. Danach wissen wir, wo wir stehen und hoffentlich kehrt dann wieder Ruhe ein.» hofft Yakin. Und meint damit sicher nicht nur die Ruhe auf dem Platz.