Immer mehr Musiker aus der Region Basel konnten sich im nationalen sowie internationalen Musikmarkt etablieren. Um diesen Musikern eine Starthilfe zu bieten, ist der Pop-Preis im Jahr 2009 entstanden. Ein Türöffner zur grossen Karriere soll der Preis darstellen, wie der Rockförderverein auf seiner Homepage schreibt. Zur Preisverleihung in der Kaserne in Basel werden rund 300 geladene Gäste aus Kultur, Medien und Politik erwartet.

Dieses Jahr sind folgende fünf Musiker und Bands nominiert:

Anna Aaron

Ihr Album «Dogs in the Spirit» schoss im August 2011 auf Rang 12 der Hitparade. Ihre Songs sind meist sehr mystisch, beinhalten aber auch groovige Passagen. «Pop und Kunst überzeugend verpackt», schreibt die BaZ am 10. Oktober dieses Jahres. Schon zum dritten Mal ist die Baslerin nominiert und gilt dieses Jahr sogar als Favoritin.

Anna Aaron - King of the Dogs

Anna Aaron - King of the Dogs

Blush

Ihre neuste Single «Traces in the Snow» wurde Ende 2010 erstmals gespielt. Bei vielen Radiosendern läuft die Single immer wieder. Neben Bands wie Pegasus und Hurts durfte Blush an der AVO Session, ein Basler Musikfestival,  ihren Song präsentieren. Seit ihrem neusten Album weiss man auch von den Indie-Rock-Qualitäten der Vier. Dieser Erfolg sowie die Vielseitigkeit der Band dürfte Blush im Rennen um den Preis behilflich sein. Mit dem Durchbruch vor Augen wird sich das Quartett sicherlich noch zusätzlich ins Zeug legen.

Blush - Traces in the snow

Blush - Traces in the snow

«Das Pferd»

Die Electropunks bestechen durch grosse Improvisationsfreude, was sich auch auf ihrem neusten Album «Fuxxx» widerspiegelt. Weiter zeichnet das Duo bestehend aus Felix Hohler und Andreas Mattmann einen gewissen Hang zur Selbstironie. Auch die grosse Partylust der beiden kommt in ihren Werken immer wieder zum Vorschein. Diese Eigenschaften machen «Das Pferd» vor allem live zu einer Macht. Mit ihrer Bühnenshow und den ironischen Mundarttexten gewinnen sie jedes Publikum für sich.

Das Pferd

Das Pferd

James Gruntz

Schon zum zweiten Mal nominiert, bezaubert der junge Basler mit seinen Pop-Grooves. Durch die Zusammenarbeit mit grossen Namen wie Dj Antoine oder Steff La Cheffe wurde der 24-Jährige auch der breiten Öffentlichkeit bekannt. Seine Musik ist aber keineswegs leichte Kost. Er selber bezeichnet sie als «Post-Populärmusik - also Pop mit einmal drüber schlafen». Auf seinem neuen Album vertraut James Gruntz vor allem auf seine Stimme. Neben Schlagzeug, Bass und Gitarre begleitet ihn kein weiteres Instrument.

James Gruntz - Good Times

James Gruntz - Good Times

Sheila She Loves You

Pop-Appeal, Ohrwurmqualitäten und Charme. Dies sind die Stärken der Indie-Pop-Band. Ihr Debüt-Album «Esztergom» zeigt. Das Basler Quartett mag es poppig. Die jungen Musiker wechseln zwischen romantischen Lovesongs und mitreissenden Titeln. Auch Konzerte sind eine Stärke der vierköpfigen Band. Den Pop-Preis wird das Quartett vor allem durch ihre Unbeschwertheit zu prägen wissen.

Sheila She Loves You - Dont Give Us Poets, Give Us Bread

Sheila She Loves You - Dont Give Us Poets, Give Us Bread

Der Publikumspreis

Neben dem mit 15‘000 Franken dotierten Pop-Preis wird am 9. November auch noch der «kleine» Publikumspreis verliehen. Diesen hat auch schon die Band «Lovebugs» gewonnen. Über den nachfolgenden Riesenerfolg der Basler kann man nicht streiten. Der Gewinner dieses Preises wird vom Publikum verliehen. Ihren Favoriten unterstützen Sie, indem Sie ihm auf bazonline.ch Ihre Stimme schenken. (cht)