Musikantenstadl

Musikantenstadl kehrt nach fünf Jahren nach Basel zurück

Derzeit laufen in der St. Jakobshalle grosse Aufbauarbeiten. Am Samstag gastiert der Musikantenstadl mit seinem Moderator Andy Borg nach fünf Jahren wieder in Basel. Am Samstag ab 20.15 wird das Grossevent live aus der St. Jakobshalle ausgestrahlt.

Die Scheinwerfer sind montiert, die Kameras stehen bereit und wahrscheinlich zum x-ten Mal wird der Boden staubgesaugt. Dreissig Stunden vor der heutigen Generalprobe mit Publikum herrscht am Donnerstagnachmittag in der St. Jakobshalle eine ruhige Atmosphäre.

Die Wolfgang Lindner Band probt gut gelaunt die für die Show geplanten Stücke. Die 176 Tischgarnituren, die das Sportamt Basel-Stadt zur Verfügung gestellt hat, werden soeben mit den bekannten rot-weiss-karierten Tischdecken gedeckt.

Rund 160 Personen waren in den vergangenen Tagen am Aufbau beteiligt: Sie verlegten gegen zwölf Kilometer Kabel und montierten 700 Scheinwerfer. Insgesamt wurden 240 Tonnen Material in die Halle transportiert. «Für 135 Minuten ein immenser Aufwand», bestätigt auch Paul Nowak, der seit 23 Jahren beim ORF als Stadl-Produktionsleiter amtet.

Andy Borg schwärmt von Basel

Während des Gesprächs mit Nowak klopft es an der Tür und ein gut gelauntes «grüss Gott zusammen» tönt durch den Raum. Es ist Stadl-Moderator Andy Borg höchstpersönlich und er gibt gleich bekannt, was er bei seinem Rundgang durch Basel erlebt hat. «Ich wollte eigentlich nur kontrollieren, ob in Basel alles noch gleich ist wie vor fünf Jahren.»

Das Lachen, das man aus dem Fernsehen kennt, ist tatsächlich echt. Er logiere im Hotel Plaza am Messeplatz, mit Blick auf das neue Messezentrum und auf die Rosentalanlage, wo gerade ein Zirkus aufgebaut werde. Basel sei jedes Mal etwas Besonderes. «Die Leute von der Halle und generell in Basel sind sehr freundlich. Es ist wie, wenn man irgendwo einen schönen Urlaub verbracht hat und irgendwann wieder zurückkommt.» Der Österreicher weiss, wie er sein Publikum beglückt.

Zu kleine Zugänge in die Halle

Doch irgendwie scheint das Nettsein den österreichischen Fernsehmachern im Blut. Da ein Lachen und ein freundliches Händeschütteln, dort ein zuvorkommendes Wort und überall wird Hilfe angeboten. Bereits zwei Tage vor der Live-Sendung fühlt man sich in der heilen Welt der Stadl-Familie. «Wir versuchen, den Heile-Welt-Gedanken des Schlagers auch zu leben», sagt Gerfried Zmölnig, Geschäftsführer der IP Media Marketing GmbH, die den Musikantenstadl seit 2006 veranstaltet.

So wurden zur heutigen Generalprobe Altersheime aus der Region eingeladen. Auch für den Veranstalter sei die Rückkehr nach Basel «wie eine Heimkehr». Vor allem mit dem Team der St. Jakobshalle verstehe man sich sehr gut. Auch Produktionsleiter Nowak schwärmt von der Halle. Nur etwas bringt einen grossen Mehraufwand mit sich. «Eigentlich sollten die Hallen zwei Eingänge für Lastwagen haben. Hier mussten wir alles mit den Gabelstaplern hineinfahren.»

Eine Zirkusmanege aus Basel

Für den Sendungsablauf ist das Team des ORF verantwortlich. Auch am Donnerstagnachmittag ist alles fest strukturiert. Nach einem kurzen Smalltalk mit Nowak muss Moderator Borg zur Sendungsbesprechung.

Dann wird die Technik mit einbezogen, anschliessend steht die Regiebesprechung an. «Dabei wird jede Kameraeinstellung festgelegt», erläutert Nowak. Alles, auch das zur Dekoration gehörende Publikum, soll perfekt in die Fernsehstuben transportiert werden. Dazu gehören seit Jahren das Haupt- und das Showhaus. Diese sehen zwar wie romantische Bergchalets aus, sind aber Aluminiumhäuser mit Holzverkleidung.

3500 Personen werden morgen ab 20.15 Uhr in der St. Jakobshalle dabei sein. Nur geringfügig unterscheidet sich dann die Halle von anderen Veranstaltungsorten des Musikantenstadls. Einzig das Sendungsmotto «Zirkus» bringt eine Manege und einen Zirkuswagen mit sich. Alles ist bereit für Andy Borg, wenn dieser die Treppe im gemütlichen Chalet hinuntersteigt.

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