„Wir haben gezeigt, dass unsere Konzepte auf der Strasse funktionieren“, sagt der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) in der "Schweiz am Sonntag".

Die Zusammenarbeit mit anderen Kantonen, aber auch Deutschland und Frankreich, sei heute besser als noch vor einigen Jahren.

Auch nach den Ereignissen in München habe man sofort Massnahmen getroffen. Als sinnvoll erachtet Dürr ein Warnsystem, wie es in Deutschland im Einsatz ist und über welches Bürger per Smartphone informiert werden können. Ein solches System gebe es heute erst für Entführungsfälle.

Angepasstes Dispositiv nach Nizza

Grundsätzlich warne er hingegen vor Aktionismus: „Einfach etwas zu tun, damit man gehandelt hat, bringt nichts“, so Dürr.  „Wenn es in Belgien einen Anschlag gibt, patrouillieren wir deswegen nicht mit Maschinenpistolen.“ Das Dispositiv für grosse Basler Sommeranlässe sei aber nach dem Anschlag in Nizza angepasst worden.

Grundsätzlich gebe es in Basel-Stadt genug Polizisten. Auch müsse nicht mehr jedes Polizeikorps alles können: Einen eigenen Bombenroboter habe die Basler Polizei etwa nicht mehr. Bei einer Bombendrohung komme ein Spezialteam aus Zürich. „Das hat zwar eine bestimmte Anfahrtszeit, ist aber professionell ausgerüstet und trainiert. Es muss nicht mehr jeder alles können.“