Im Mai, vor genau drei Monaten, öffnete die Buvette unterhalb des Thomasturms ihre Klappe, die erste überhaupt im St. Johanns-Park, und die siebte in Basel: Unter dem Namen «Saint Louis» bietet die Buvette hauptsächlich Fischgerichte an – und diese stossen auf Anklang.

Michael Hänggi, Co-Betreiber der Buvette, sagt auf Anfrage: «Wir sind sehr gut gestartet. Auch dank des tollen Sommerwetters; und hier findet man immer ein schönes Schattenplätzchen.» Besonders die Fischknusperli, so Hänggi, seien beliebt.

Er und sein Geschäftspartner Pascal Salathe gehen davon aus, dass das «Saint Louis» in spätestens zwei Jahren schwarze Zahlen schreibt. «Wir sind auf gutem Weg», sagt er. Das Publikum, das die Buvette besuche, sei durchmischt, «vorwiegend aber älter». Ein grosser Teil komme aus dem Quartier. Das freut Hänggi besonders, waren doch Einsprachen von Anwohnern gegen die Buvette der Grund, weshalb die Buvette nicht wie geplant bereits im 2016, sondern erst in diesem Jahr eröffnen konnte. An der Finanzierung habe es nie gelegen, betont er.

Unstimmigkeiten zu Beginn

Jetzt scheint Frieden eingekehrt zu sein im St. Johanns-Park. Hänggi sagt: «Es hat Unstimmigkeiten gegeben, ja. Aber das hat sich nun alles gelegt.» Auch mit dem Wasserfahrverein WFV Rhenania, dessen Clubhaus sich unmittelbar neben der Buvette befindet und der jährlich zum Fischessen lädt, pflege man nach anfänglich mässiger Begeisterung der WFV-Mitglieder ein gutes Verhältnis.

Mit der neuen Buvette und dem Bistro im Glaspavillon, das seit Ende Juni neue Pächter hat und «MyyDing» getauft wurde, ist das kulinarische Angebot im Park so gross wie noch nie. Zu gross für den mässig frequentierten Platz? Nein, meint Hänggi. «Ich gebe zu, wir haben uns Gedanken darüber gemacht, ob die Nachfrage im Quartier reicht. Aber zwei gastronomische Anbieter im Park verträgt es absolut.» Von einer Konkurrenzsituation will er nichts wissen. Die Angebote würden sich vielmehr ergänzen. Das «Saint Louis» spreche eine andere Zielgruppe an als «MyyDing»: «Drüben sind die Leute deutlich jünger.» Er gibt aber zu, dass der Kontakt zu den Betreibern des Bistros noch spärlich sei; es wäre durchaus möglich, Synergien zu nutzen.

Bei Didier Friedrich von der Geschäftsleitung von «MyyDing» stösst diese Aussage auf offene Ohren. «In der Anfangszeit ist man zunächst mit dem eigenen Konzept beschäftigt, muss sich ‹eingrooven›. Aber wir können uns für die zweite Saison durchaus vorstellen, mit der Buvette zusammenzuarbeiten.» Er stelle fest, so Friedrich, dass das neue Angebot im Park nur positive Effekte zeige; «er wird in diesem Sommer deutlich mehr frequentiert als in anderen Jahren. Wohl gerade deshalb, weil er nun Optionen bietet. In diesem Sinne erfährt das Santihans-Quartier eine Aufwertung, und wir teilen uns den Kuchen mit der Buvette gerne.»

Friedrich sagt, das Bistro sei trotz Ferienzeit gut angelaufen. «Es liegen erst wenige Wochen hinter uns, insofern ist es für eine echte Zwischenbilanz noch zu früh. Aber die Rückmeldungen der Besucher sind positiv, wenngleich manche sich ein breiteres Angebot wünschen.» Friedrich und seine Co-Betreiber wollen nun in den kommenden Wochen «werbetechnisch Gas geben», um das Programm von «MyyDing», das auch Konzerte und DJ-Auftritte umfasst, bekannter zu machen.