Basel
Nach Anti-OSZE-Demo: Autonome liefern sich Scharmützel mit Polizei

Am Ende einer Anti-OSZE-Demo mit 500 Demonstranten kam es zu einem Polizeieinsatz. Die Polizei war mit Flaschen, Petarden und anderen Gegenständen beworfen worden, worauf sie Gummischrot und Tränengas einsetzte.

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OSZE-Demonstration in Basel
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OSZE-Demonstration in Basel

Newspictures

Hunderte Aktivisten sind am Freitagabend durch die Innenstadt gezogen, um gegen die OSZE zu demonstrieren – mit Böllern, roten Rauchpetarden, Sprechchören, Flugblättern und vielen Transparenten.

Im Rahmen der Demonstration kam es zu einem Polizeieinsatz. Nachdem die Aktivisten kurz nach 20 Uhr beim Claraplatz ankamen, bewarfen sie die Ordnungshüter mit Flaschen, Petarden und weiteren Gegenständen.

Vor der «8bar» an der Rheingasse haben die Demonstranten zudem eine Baustelle abgeräumt und Teile davon mitgenommen. Gleich daneben, vor dem Restaurant «Zum Schmalen Wurf», wurden Stühle mitgenommen und herumgeworfen. Beide Lokalitäten sahen sich deswegen gezwungen, ihre Gäste einzuschliessen.

Während des Marschs vom Bahnhof zum Claraplatz blieben grössere Zwischenfälle aus.

Was auf der Strecke zurückbleibt, sind in erster Linie Sprayereien. So bekamen die Filialen der UBS sowie der Credit Suisse etwas rote Farbe ab, unter anderem die Parole «Kapital angreifen», begleitet von Hammer und Sichel. Auch bei der «Saffre»-Zunft griffen die Demonstranten zur Spraydose.

Das Lokal, wo die Politiker am Donnerstag diniert hatten, bekam am meisten Sprayereien ab, so zum Beispiel den Schriftzug «Euer Frieden tötet».

Denn nach Ansicht der Demonstranten ist die OSZE «nicht die geeignete Institution, um Frieden zu fördern», wie es auf einem der Flugblätter heisst.

Die bewilligte Demonstration – sie ging von der Elisabethenanlage wurde angeführt von einem Motorradpolizisten und Dutzenden Journalisten – darunter auch Kameraleute von Ruptly, einer russischen Nachrichtenagentur mit Sitz in Berlin. (deg)

Die Demonstranten auf dem Marktplatz.
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Polizisten in Vollmontur.
Eine Nachricht für die Credit Suisse.
«Kapital angreifen» auf die Wand der UBS gesprayt.
«OSZE angreifen»
Der Beginn der Demo
Die Basler Kantonalbank verkleidet ihre Filiale Brunngässlein/Aeschenvorstadt sicherheitshalber mit einer Holzverschalung.
Die Credit Suisse verkleidet Teile ihre Filiale am Bankverein/Freie Strasse sicherheitshalber mit einer Holzverschalung.
Die neu renovierte UBS am Bankverein/Aeschenvorstadt hat die Rollläden geschlossen.
Die Basler Kantonalbank verkleidet ihre Filiale Brunngässlein/Aeschenvorstadt sicherheitshalber mit einer Holzverschalung.
Die BKB in Richtung Aeschenplatz
Die UBS am Bankenplatz.
Bei der Credit Suisse am Bankenplatz beginnen die Arbeiten.

Die Demonstranten auf dem Marktplatz.

bz