Terror
Nach Attentaten: verstärkte Kontrollen an der Grenze zu Basel

Als Folge der Attentate in Paris intensiviert Frankreich die Kontrollen an der Grenze zu Basel. Am Euro-Airport, in Zügen und am Autobahnzoll muss mit verlängerten Wartezeiten gerechnet werden.

Drucken
Teilen
Grenzwache in Basel

Grenzwache in Basel

Keystone

Aufgrund der Terrorakte in Paris haben die französischen Behörden verschärfte Kontrollen an den Grenzen zur Schweiz angeordnet. «Priorität haben die Verkehrsmittel», sagte der Präfekt des Oberelsass, Pascal Lelarge, laut der Zeitung «L’Alsace».

So würden, in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden, die Kontrollen auf dem Euro-Airport verschärft. Dies betrifft den Einstieg wie das aufgegebene Gepäck und auch das Handgepäck. Reisende sollen sich auf längere Wartezeiten gefasst machen.

In den Zügen vom Elsass nach Paris sowie den grenzübergreifenden Verbindungen in die Schweiz werden die Reisenden verstärkt überprüft. Verschärfte Kontrollen gibt es auch beim Autobahnzoll Saint-Louis-Basel wie an anderen Grenzübergängen zur Schweiz.

Beim Autobahnzoll ist es am Sonntagnachmittag zu Wartezeiten gekommen, wie die Schweizer Grenzwache am Sonntag mitteilte. Die Schweizer Grenzwache ihrerseits habe «die Kontrollen im Rahmen der vorhandenen Ressourcen punktuell verstärkt», wie Sprecher Patrick Gantenbein sagt.

Solidaritätskundgebung

Am Samstagabend haben sich rund 250 Personen auf dem Basler Marktplatz versammelt, um ihre Solidarität mit den Opfern der Attentate in Paris zu zeigen. Zu den Sprechern gehörte Regierungspräsident Guy Morin, der darauf hinwies, dass der Terrorismus zwar mit Nachdruck bekämpft werden müsse, aber gleichzeitig auch die guten Beziehungen zum Islam gestärkt werden müssten. Muslime, Christen und Juden müssten gemeinsam gegen diese Gewalt einstehen.

An der Kundgebung sprach auch Serhad Karatekin, Sekretär der Basler Muslim-Kommission, der die Anschläge scharf verurteilte. (psc/huf)

Aktuelle Nachrichten