Terrorzelle

Nach Berichten über Basler Neonazis: Staatsanwaltschaft eröffnet Verfahren

Die rechtsextreme Gruppe kommunizierte auf Facebook und traf sich später in Basel. (Symbolbild)

Die rechtsextreme Gruppe kommunizierte auf Facebook und traf sich später in Basel. (Symbolbild)

Die Neonazi-Geheimgruppe mit Ablegern in Basel will Gewalttaten gegen Juden, Moslems, Schwarze oder Einwanderer planen. Dies berichteten Medien gestützt auf Enthüllungen des «Sonntagsblick». Jetzt tritt die Basler Staatsanwaltschaft auf den Plan.

Die Basler Staatsanwaltschaft hat gestützt auf einen Artikel im «Sonntagsblick» gegen eine Schweizer Neonazi-Gruppe ein Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung eröffnet. Das bestätigt Kriminalkommissär René Gsell auf Anfrage. Die Geheimgruppe soll Gewalttaten gegen Juden, Moslems, Schwarze oder Einwanderer planen.

Die Spuren sollen dabei auch nach Basel führen. So soll etwa der Gründer einer mittlerweile eingestellten Facebook-Gruppe aus Basel kommen. Auch hätten sich Mitte April mehrere Mitglieder hier zum Kampftraining getroffen und sich anscheinend zur Terrorzelle formiert. Pläne für eine «ethnische Säuberung» seien dabei konkreter geworden. Seither aber seien die Facebook-Chats seltener geworden und hätten sich auf den verschlüsselten Messenger-Dienst Telegramm verlagert.

Weitere Informationen will die Basler Staatsanwaltschaft derzeit nicht preisgeben. So bleibt unklar, ob die Behörden die Gruppe schon länger auf dem Radar haben und ob bereits Überwachungen durchgeführt worden sind. Allerdings soll sich auch der Schweizer Staatsschutz für die Neonazi-Gruppe interessieren.

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