Eine grosse bürgerliche Allianz bei den Regierungsratswahlen 2016 ist wieder unwahrscheinlicher geworden.

Nach dem ersten Wahlgang der Regierungsrats-Ersatzwahl für Carlo Conti (CVP) vom vergangenen Wochenende wächst im bürgerlichen Lager die Kritik an der Basler SVP.

Diese hatte mit Eduard Rutschmann einen Gegenkandidaten zum Favoriten Lukas Engelberger (CVP) aufgestellt und war damit gescheitert.

Der frühere FDP-Regierungsanwärter Andreas Faller hält gegenüber der „Schweiz am Sonntag" fest: „Die SVP hätte nur mit einem Kandidaten antreten sollen, der auch ernsthafte Wahlchancen gehabt hätte. Das ständige Antreten mit Kandidaten, die weit abgeschlagen landen, wird mit der Zeit imageschädigend."

Eine grosse bürgerliche Allianz bei den Regierungsratswahlen 2016 ist damit wieder unwahrscheinlicher geworden.

Auch innerhalb der SVP mehren sich die kritischen Stimmen. Parteistratege Joël Thüring will Lehren ziehen aus der Regierungsrats-Ersatzwahl.