Während die Grand Basel in Basel als Einzelmesse lediglich 12'000 Besucher anzog, ist sie mit der Messe Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main in eine Veranstaltung eingebunden, die bei ihrer letzten Ausgabe 2017 über 800'000 Besucher und an die 1000 Aussteller zählte.

Bei der MCH Group, deren hundertprozentige Tochter die Grand Basel ist, beurteilt Mediensprecher Christian Jecker die Teilnahme positiv: «Das Angebot der IAA, mit einer Sonderschau im Herbst 2019 bei ihr präsent zu sein, ist eine gute Möglichkeit, die Idee der Grand Basel einem breiteren Marktsegment zu präsentieren und ihre Entwicklungspotenziale auszuloten.» Wie diese genau aussehen, sei im Moment offen.

Messe war teurer als gedacht

Nach der Premiere im September 2018 hatte die MCH Group entschieden, das Konzept der Grand Basel zu überprüfen. «Die für 2019 geplante Expansion nach Miami Beach ist abgesagt beziehungsweise verschoben worden, um 2019 die notwendige Zeit für die konzeptionelle Analyse zu haben.» Auch die Ausgaben in Basel oder Hongkong finden 2019 nicht statt.

Die Pause war dringend nötig. So hatte Verwaltungsratspräsident Ueli Vischer bei der Analyse der negativen Halbjahresbilanz der MCH Group im September 2018 darauf verwiesen, dass der Aufbau der neuen Messe für einen nicht näher beschriebenen Millionenbetrag teurer als gedacht gewesen sei.

Konkreter will auch Jecker nicht werden. «Die MCH Group trägt die Investitionen der Entwicklung und Lancierung der neuen Messe. Wir geben keine konkreten Finanzzahlen von einzelnen Messen bekannt.»

Im Rahmen der IAA wird das Konzept ähnlich wie in Basel sein. Laut Medienmitteilung sollen Autos präsentiert werden, «die weltweit zu den relevantesten Meisterstücken zählen: Legenden des Rennsports, futuristische Visionen, Ikonen, Exoten, Unikate und Raritäten der Automobilkultur.» Wie viele es sein werden, kann Lana Nyfeler, Mediensprecherin der Grand Basel, nicht sagen.

Zeitgleich zeigt das Unternehmen Motorworld klassische Autos und Motorräder im Premiumsegment. Die Grand Basel empfinde man als Ergänzung und nicht als Konkurrenz, so die Medienstelle. (psc)