Nach dem Brand im Schwarzen Bären vor rund einer Woche stehen die Anwohner noch immer unter Schock. An einer Medienkonferenz am Donnerstagmorgen berichtete die Interessengruppe Rheingasse (IG Rheingasse) von einem Gefühl der grossen Hilflosigkeit.

«Wir schweben zurzeit im luftleeren Raum», sagte Cécile Grieder, Betreiberin der «Grenzwert»-Bar, welche seit dem Brand geschlossen ist. Sie wisse momentan noch nicht, ob und wann sie die Räumlichkeiten wieder betreten könne.

Definitiv Abschied nehmen muss Anwohnerin Heike Zenker, die im Gebäude nebenan mit ihrer Familie wohnte. Die Familie musste aufgrund des Feuers die Räumlichkeiten verlassen und lebt seither im Hotel Krafft.

Die alte Wohnung ist nicht mal betretbar

«Wir möchten gerne weiterhin in der Rheingasse wohnen», sagte Zenker vor den Medien mit sichtlicher Betroffenheit. Ihre ehemalige Wohnung könne sie nun während sicher vier bis fünf Monaten nicht betreten.

Trotz der schwierigen Situation: Die IG hegt Hoffnungen, die Rheingasse weiterhin attraktiv gestalten zu können. Franz-Xaver Leonhardt, CEO der Krafft Gruppe, erklärte offen sein Interesse am einsturzgefährdeten Gebäude.

Seit Jahren versuche er gemeinsam mit Grieder, das Gebäude zu erwerben, allerdings ohne Erfolg. Er hofft nun, dass der Besitzer nach dem Brand seine Absage überdenkt – und das Gebäude auch künftig als Gastbetrieb genutzt werden kann.