Bis zuletzt haben die Basler Hockeyfans auf die wundersame Rettung ihres EHC gehofft, sogar Geld dafür gesammelt. In dieser Lage steckte selbst der FC Basel einmal, als er 1986 kurz vor dem finanziellen Ruin stand. Doch während der FCB von der mitleidenden Bevölkerung und finanzstarken Kreisen gerettet wurde, gibt es für den EHC Basel kein Happy End. Es ist keine waghalsige Prognose, zu behaupten, dass der EHC mindestens im kommenden Jahrzehnt, vermutlich noch viel länger, auf der nationalen Hockeybühne keine Rolle mehr spielen wird. Ohne sportlichen Erfolg ist Eishockey am Rheinknie bloss ein Spartenprogramm für einen kleinen, harten Kern von rund 1000 Begeisterten.

Der Konkurs des EHC ist genauso tragisch wie jede andere Pleite eines KMU, bei der Stellen vernichtet werden. Darum sollten jetzt im Schweizer Eishockey alle Alarmglocken schrillen: Jetzt muss endlich das gesamte Profiliga-System reformiert und mit dem ökonomisch verantwortungslosen Modus von Auf- und Abstieg Schluss gemacht werden. Die Zeiten sind vorbei, in denen Vereine zu falschen sportlichen Ambitionen verleitet werden, nur um weiterhin der angeblich so spannenden Modus-Nostalgie frönen zu können. Dabei ist es bereits jetzt faktisch unmöglich, sich als Neuling oder ehrgeiziger Unterklassiger im Kreis der bestandenen Grossklubs festzusetzen. Nur schon um 2003 in die NLA aufzusteigen, verbrannte der EHC in mehreren vergeblichen Anläufen Millionen. Und als ihm als B-Meister der Aufstieg geschenkt wurde, fehlte ihm anschliessend genau dieses Geld, sich spielerisch und ökonomisch in der höchsten Spielklasse zu etablieren.

Darum muss die Zukunft geschlossenen A- und B-Ligen gehören, in die sich Investoren nach nordamerikanischem Vorbild einkaufen können, wenn ihr Businessplan der Prüfung standhält. Wenn eine solche Franchise an einem Ort wirtschaftlich nicht funktioniert, tut sie es vielleicht an einem anderen. Für den EHC Basel wäre es jedenfalls einfacher gewesen, in einer anderen Stadt nach einem Käufer zu suchen, als dem ominösen Basler Hockey-Investor nachzurennen, den es gar nicht mehr gibt.