Novartis

Nach den Altlasten kommt der Novartis-Campus

Bevor die Arbeiter mit dem Aushub beginnen können, müssen sie den Boden befestigen.Juri Junkov

Bevor die Arbeiter mit dem Aushub beginnen können, müssen sie den Boden befestigen.Juri Junkov

An der Ecke Hüninger- und Elsässerstrasse im Basler St. Johanns-Quartier wurde bis 1930 Bauschutt und Hausmüll deponiert. Nun wird die 5530 Quadratmeter grosse Fläche saniert und danach Teil des Novartis Campus.

Wie das Bau- und Verkehrsdepartement gestern mitteilte, soll das Gelände Teil des Novartis Campus werden und gehört bereits der Novartis. Der Kanton Basel-Stadt hat das Grundstück aber in saniertem Zustand verkauft und ist darum für die Säuberung zuständig. «Wir gehen davon aus, dass der Boden nicht kontaminiert ist», sagt Rodolfo Lardi, stellvertretender Kantonsingenieur und Gesamtprojekteiter. Besondere Sicherheitsvorkehrungen seien deshalb nicht nötig.

Die Parzelle ist gemäss Lardi eine der letzten auf Grossbasler Seite, die von Altlasten befreit werden muss. Bewegt werden im Laufe der Arbeiten rund 70000 Tonnen Material. Der Aushub an sich wird etwa 36000 Kubikmeter umfassen.

Schutt vor Ort reinigen

«Das Material wird vor Ort wieder aufbereitet. Das ist ein relativ komplizierter Vorgang», sagt Gesamtprojektleiter Lardi. Eine Maschine filtert und wäscht den Schutt. Danach muss wiederum das Wasser gereinigt werden. Stärker verunreinigter Schutt wird auf Deponien entsorgt. Wie viel Material das genau sein wird, sei schwierig abzuschätzen, erklärt Lardi: «Es werden wohl schon ein paar 1000 Lastwagen sein.» Für die Anwohner bedeute der Mehrverkehr denn auch die grösste Belastung. Bevor mit dem Aushub begonnen werden kann, werden rund 240 Pfähle in den Boden getrieben, um das Gelände zu sichern. Das führe nicht zu grösseren Erschütterungen, sagt Lardi, weil die Bohrungen nicht bis ins Gestein hinab reichten.

Rund um die Baugrube wird ein Zaun aufgestellt, entlang der Elsässerstrasse zusätzlich eine blickdichte Wand. Lardi hofft, dass die Arbeiten bis Ende 2012 abgeschlossen sind. Bis dann werden Kosten von sechs bis sieben Millionen angefallen sein. Finanziert wird diese aus der Pauschalentschädigung, die Novartis dem Kanton für die Grundstücke bezahlt hat.

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