Im vergangenen Jahr hat Imerali Skenderi dafür gekämpft, dass sein Lokal «Café 56» an der Erlenstrasse in Basel überlebt. Einen Konkursentscheid des Zivilgerichts hat er angefochten, vor dem Appellationsgericht hat er recht erhalten.

Doch nun hat er aufgegeben, seine Einzelfirma ist infolge Geschäftsaufgabe erloschen. Grund: Die tödliche Schiesserei anfangs März.

Auf Anfrage sagt Skenderi, er könne sich nicht vorstellen, im Lokal, in dem zwei Menschen erschossen wurden, weiter Gäste zu bedienen: «Das kann ich weder den Gästen zumuten, noch meiner Familie, die das Lokal betrieben hat.»

Die Basler Staatsanwaltschaft ist den zwei Tätern auf der Spur. Einer der Tatverdächtigen ist international zur Fahndung ausgeschrieben, ein zweiter sitzt in Untersuchungshaft. Ein neuer Ermittlungsstand sei nicht zu kommunizieren, sagt Peter Gill, Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft.

Verschiedene Hinweise deuten auf eine Abrechnung im albanischen Drogenmilieu hin. Nicht mehr weiter befragt werden kann der angeschossene Mann; er wurde nach Albanien ausgeschafft, da die Schweiz gegen eine Einreisesperre verstossen hatte.