Die Liebesschlösser erfreuen sich seit einiger Zeit grosser Beliebtheit. In vielen europäischen Grossstädten hat es sich zu einem Brauch von Paaren entwickelt, als Zeichen der ewigen Verbundenheit ein Schloss an einer Brücke anzubringen, um dann den Schlüssel im Fluss zu versenken. 

In Basel musste das Käppelijoch für diese Form des Liebesbeweises herhalten. So lange, bis das Gitter so stark behangen wurde, dass kaum mehr Platz für neue Schlösser blieb und eine Beschädigung der Gitterkonstruktion drohte.

Im Mai hat die Basler Regierung deshalb entschieden, dass die Schlösser vom Gitter des Käppelijochs weichen müssen. Anfangs Juni war es dann soweit – die Liebesbeweise mit einem Gesamtgewicht von rund 150 Kilogramm wurden vom Basler Denkmal entfernt.

Das «schlösslifreie» Käppelijoch war jedoch nicht von langer Dauer. Rund zwei Wochen nach der Abhäng-Aktion hängt heute schon wieder das erste Schlössli am Gitter des Denkmals. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es ihm weitere Verliebte gleichtun. (hot)