Fasnacht
Nach Fasnachts-Debatte: Rassismus-Kommission wird aktiv

Daniel Ballmer
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Der Zeedel der «Harus-Waagis 2009».

Der Zeedel der «Harus-Waagis 2009».

Rettet Basel

Die diesjährige Fasnacht hat Folgen. Gleich in mehreren Kantonen ist es zu möglicherweise rassistischen Vorfällen gekommen. So trat in Basel etwa die Alte Garde der Alten Stainlemer als Schwarze oder bärtige Islam-Prediger auf und stellte die Überfremdung des Kleinbasels fest. Die sogenannten «Harus-Waagis 2009» wiederum brachten Zeedel in Umlauf, auf denen ein türkischstämmiger Student beleidigt wird, der die Debatte um die beiden Guggen Negro-Rhygass und Mohrekopf losgetreten hatte.

Diese und weitere Fälle haben nun auch die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) auf den Plan gerufen: «Der Vorstand wird sich an einer der nächsten Sitzungen mit den Symbolen befassen, die an den Umzügen gezeigt werden», wird Kommissionspräsidentin Martine Brunschwig Graf in der «NZZ am Sonntag» zitiert. «An der Fasnacht gelten zwar andere Codes als während des Rests des Jahres», so die frühere Genfer FDP-Staatsrätin, «aber das heisst nicht, das alles erlaubt ist.»

Im Fall der «Harus-Waagis» prüft nun auch die Basler Staatsanwaltschaft genauer, ob allenfalls ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt. Bei der Alten Garde der Alten Stainlemer will sie dagegen keine weiteren Ermittlungen aufnehmen. «Auf den ersten Blick» sei kein strafrechtlicher Tatbestand gegeben.

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