Der Kuh-Kofferfisch ist eine kuriosere Erscheinung. Sein Körper ist nicht biegsam, sondern besteht aus einem festem knöchernen Gehäuse. Nur Mund, Augen, Kiemen, Flossen und Anus sind nicht gepanzert. Auch seine Atmung ist fischuntypisch: Seine mit dem Panzer verwachsenen Kiemendeckel sind unbeweglich. Die Wasserbewegung erzeugt der Kuh-Kofferfisch daher mit seinem flexiblen Mundboden.

Seit 1999 ist der Fisch nun das erste Mal wieder im Vivarium zu sehen, wie der Zoo Basel am Montag mitteilt.

Was beim Schwimmen etwas umständlich aussieht, erweist sich beim Manövrieren im Riff als ziemlich brauchbar.  Mit wellenförmigen Bewegungen von Rücken- und Afterflosse schwimmt er – wenn es sein muss – zügig vorwärts. Mit der Brustflosse und der Schwanzflosse steuert der Kuh-Kofferfisch seinen kästchenförmigen Körper präzise durchs Riff und kann sich sogar auf der Stelle drehen.

Im Maul des Kuh-Kofferfisches sitzen oben und unten je zehn zu Zahnplatten verwachsene Zähne. Mit diesen zwickt er harte Korallenstöckchen ab, als wären sie aus Zwieback.  Der aktuell etwa 10 Zentimeter grosse Fisch im Zoo Basel ist kein einfacher Aquarienpflegling.

Auch er knabbert gern mal an Korallenstöcken, zum Glück wachsen diese schneller nach als er sie fressen kann. Die Tierpfleger sorgen ausserdem dafür, dass der kleine Kuh-Kofferfisch niemals gestresst ist. Er würde sonst ein Gift ausscheiden, das seinen Mitbewohnern gefährlich werden könnte.