Offener Brief
Nach Hafenbrand: Basler Politiker protestieren gegen Amt für Umwelt und Energie

Nach dem Brand im Basler Rheinhafen wenden sich zahlreiche Basler Politiker mit einem Offenen Brief an das Amt für Umwelt und Energie (AUE) – sie werfen dem AUE Untätigkeit vor.

Benjamin Rosch
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Kurz vor 19 Uhr: Der Rauch ist nicht mehr schwarz, die Feuerwehr noch im Einsatz.
22 Bilder
Brand im Hafen
Der Brand von ganz nah. Leserreporter
Es brennt am Rheinhafen.
Im Hafen brennt ein Depot.
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Das Feuerlöschboot ist im Einsatz.
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Die Rauchsäule ist über die ganze Region zu sehen.
Im Hafen brennt es.
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Selbst von der Chrischona aus ist die Rauchsäule zu sehen.
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Kurz vor 19 Uhr: Der Rauch ist nicht mehr schwarz, die Feuerwehr noch im Einsatz.

bz Basel

Zehn Tage nach dem Brand im Basler Rheinhafen schwelt es noch immer – wenn auch im übertragenen Sinn. In einem Offenen Brief werfen zahlreiche Politiker aus dem links-grünen Spektrum dem Amt für Umwelt und Energie (AUE) Untätigkeit vor. Das AUE habe den Abtransport der giftigen Eisenbahnschwellen vernachlässigt. Solche waren am Nachmittag des 27. Juli aus bislang ungeklärten Gründen in Brand geraten.

Die schwarze Rauchsäule war weitum sichtbar, der Gestank verbrennenden Teeröls legte sich über die halbe Stadt. Es sei unverständlich, «dass das AUE sich nicht rigoroser für die Einhaltung der Vorschriften einsetzt und oft erst aktiv wird, wenn der Druck der Bevölkerung zu gross wird», heisst es in einer am Montag versandten Medienmitteilung. Gemäss den Behörden sei der starke Rauch für die Bevölkerung nicht giftig gewesen. Die zuständige Firma Rhenus Logistics kündigte am Montag an, den Vorfall zu analysieren und Vorsorgemassnahmen zu prüfen, um eine Wiederholung zu verhindern.

Grünen-Interpellation

Auch die Regierung wird sich noch mit den Folgen des Grossbrandes befassen müssen: Grünen-Grossrätin Lea Steinle hat eine Interpellation eingereicht, die sich um die Lagerung besagter Holzteile dreht. Die Holzschwellen lagern seit mehreren Monaten im Basler Hafen. Auch eine Abklärung seitens des AUE vor dem Brand wurde bereits durchgeführt. Nach mehreren Untersuchungen kam das Lufthygieneamt zum Schluss, die Emissionen der lagernden Holzteile seien «zwar nicht gefährlich, aber doch lästig», wie die «Tageswoche» berichtete.