St. Jakobshalle

Nach Konzert-Absage: Basler Regierung rechnet mit Kosten

Nach der kurzfristigen Absage eines Rap-Events waren die Verantwortlichen der St. Jakobshalle zuversichtlich, dass man den Brandschutz künftig für alle Veranstaltungen garantieren könne.

Nach der kurzfristigen Absage eines Rap-Events waren die Verantwortlichen der St. Jakobshalle zuversichtlich, dass man den Brandschutz künftig für alle Veranstaltungen garantieren könne.

Das Konzert von RAF Camora und Bonez MC in der Basler St. Jakobshalle musste Ende November kurzfristig abgesagt werden. Auch ein weiterer Event stand auf der Kippe. Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung hatte interveniert: Die Bewilligung für den Hip-Hop-Grossanlass wurde wegen Brandschutzmängeln entzogen.

Die Konzertabsage beschäftigte gestern den Grossen Rat. Erziehungsdirektor Conradin Cramer musste zwei Interpellationen dazu beantworten. Darin gab er neue Informationen preis. So muss der Kanton laut Cramer der Gebäudeversicherung noch vor der Eventsaison 2020/2021 das 700-seitige Dokument «Gesamtnachweis» vorlegen. Dies sei die Bedingung für die Bewilligung sämtlicher Veranstaltungstypen. «Ab Anfang 2020 sollen in der St. Jakobshalle alle Nutzungen möglich sein», kündigte Cramer an.

Noch weiss der Kanton nicht, wie viele Mehrkosten er aufgrund der Konzertabsage übernehmen muss. Der Veranstalter werde Schaden geltend machen, sagte Cramer. Ein Teil davon könne durch das Ersatzkonzert am Sonntag im Zürcher Hallenstadion gedeckt werden. Wie hoch der restliche Betrag ausfalle, sei unklar.
Zuletzt kam Cramer auf die Vermarktungsstrategie für die Halle zu sprechen. «Sie befindet sich in einer Anlaufphase. Die dadurch entstandenen hohen Kosten waren nicht vorhersehbar.» Im nächsten Jahr soll die Halle dann aber 6,24 Millionen Franken einspielen. 2019 seien es 6 Millionen gewesen. Zudem wird Thomas Kastl ab März 2020 in einem Vollzeitpensum als Geschäftsführer der St. Jakobshalle beim Erziehungsdepartement angestellt.

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