Zwar dauert es noch ein paar Wochen, bis die neuen, topmodernen Tesla-Fahrzeuge bei der Basler Polizei eintreffen. Zurzeit werden die Elektroautos des Modells X-100D – das ist der SUV mit den Flügeltüren – in Holland zu Patrouillenfahrzeugen umgerüstet. Doch seit der Kauf der sieben Autos für total eine Million Franken vor rund einem halben Jahr bekannt geworden ist und international für Schlagzeilen sorgte, muss Polizeidirektor Baschi Dürr seinen Entscheid regelmässig verteidigen.

Zuletzt hatte das Onlineportal «Prime News» einen eigentlich vertraulichen Bericht der Finanzkontrolle thematisiert. Dieser kritisierte, dass der Entscheid zugunsten der Teslas ungenügend dokumentiert worden war. Die Beschaffung sei ohne Ausschreibung erfolgt. Gemäss dem Justiz- und Sicherheitsdepartement sind die Teslas die einzigen Elektrofahrzeuge, welche den Anforderungen für ein Polizeiauto genügen. Nach der jüngsten Kritik musste Dürr am Mittwoch im Basler Parlament eine Reihe kritischer Fragen beantworten. Unter anderem wollte SVP-Grossrat Felix Wehrli wissen, ob die Polizisten in einem Tesla anderen oder grösseren Gefahren ausgesetzt sind als in bisherigen Fahrzeugen. Eine Frage, die Dürr ganz klar verneinte.

«BVB machen es besser»

Die ersten drei Fahrzeuge seien bereits angeschafft und plangemäss geliefert worden, so der Sicherheitsdirektor. Voraussichtlich Ende November sollen sie in Betrieb genommen werden. Bevor die Teslas dann im regulären Patrouillendienst eingesetzt werden, gäbe es für die Kantonspolizisten eine intensive Schulung.

Wehrli sagte, man müsse schauen, wie sich die Fahrzeuge in der Praxis bewähren. «Vielleicht hätte es sich gelohnt, noch ein paar Jahre mit der Anschaffung zu warten.» Als positives Beispiel hob er die Basler Verkehrsbetriebe hervor, die derzeit einen Elektrobus auf seine Praxistauglichkeit testen.