Das Basler Zwangsmassnahmengericht hat gegen sieben mutmasslich Beteiligte der Fankrawalle nach dem letzten Super-League-Heimspiel des FC Basel die Untersuchungshaft verhängt. Dies bestätigt der Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, Peter Gill, auf Anfrage der bz.

Wie lange die sieben Personen in U-Haft bleiben und wie hoch der Antrag der Staatsanwaltschaft war, gibt Gill nicht bekannt. Der Grund für die Haft sei Verdunkelungsgefahr. Ihnen wird vorgeworfen, sich an den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Anschluss an das Spiel zwischen dem FC Basel und dem FC Luzern beteiligt zu haben. Damals hatten nach aktuellen Erkenntnisstand Zürcher Hooligans versucht, die Plattform vor der Muttenzerkurve zu stürmen.

Danach kam es zu einer Massenschlägerei mit rund 90 Personen. Strafrechtsexperten kritisieren die Basler Praxis der U-Haft vermehrt als «Beugehaft», mit der Inhaftierte zu Zeugenaussagen gezwungen werden sollen.