Feinmesse 2019
Nach Muba-Aus: Basler Feinmesse mit neuem Aussteller- und Besucherrekord

An der Feinmesse können viele Köstlichkeiten wie Luzerner Rustico-Käse, Senfmischungen und Bananenchips degustiert werden. Daneben kann man Schmuck aus Papier, Massivholztische, und Murmeltiersalbe begutachten und ausprobieren. Bildet die Feinmesse den Ersatz für die Muba?

Rahel Koerfgen
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«Betonist» – ein Basler Designlabel an der Feinmesse.

«Betonist» – ein Basler Designlabel an der Feinmesse.

Zur Verfügung gestellt

Es dürfte dem einen oder anderen Besucher der Weinmesse aufgefallen sein: Der Jahrgang 2018 ist ein hervorragender. So kam es, dass lustvoll drauflos kredenzt wurde, und nach einer halben Stunde und einem besonders schweren Amarone sich alles ein bisschen drehte. Kein Wunder, so direkt vom Büro auf den leeren Magen.

Also schnell rüber zur Feinmesse, wie die Weinmesse in der Rundhofhalle einquartiert. Wurstreedli beim Jenzer degustiert, dann Luzerner Rustico-Käse, Fromage d’Alpage, Chips aus Mexiko, südafrikanische Dips und erstklassige Senfmischungen aus Sursee. Zum Schluss ein Hämpfeli Bananenchips und ein, zwei – okay ... drei – Mini-Muffins vom Münchensteiner Confiseur Buchmann. Mitten in diesem lukullischen Kleinod: Haushaltsgeräte, Betonlampen, Schmuck aus Papier, Keramik, Massivholztische, Malereien und Murmeltiersalbe. Wir lesen auf einem Flyer, dass es an der Feinmesse neu den Bereich Showroom mit 15 Ausstellern gibt, sowie das «Formforum» mit Schweizer Schmuckdesignern. Dieses war in der Vergangenheit stets an der Muba präsent.

Neue Plattform nach dem Muba-Ende

Feiert die Muba nun die Wiederauferstehung im Rahmen der Feinmesse? Sprecher Benjamin Müller sagt, das Thema Wohn-, Küchen- und Tischkultur sei bereits seit fünf Jahren ein fester Bestandteil der Messe. «Mit dem neuen Showroom-Bereich beabsichtigten wir, das Angebot zu bündeln.» Und für das Formforum sei die Feinmesse nach dem Ende der Muba eine willkommene neue Plattform, «das Thema Genuss wird hierbei weit gefasst». Dass so ein neues Muba-Fenster entstehen könnte, verneint Müller trotzdem.

Am Sonntag nun gingen die Wein- und Feinmessse nach neun respektive vier Messetagen zu Ende. Die Organisatoren ziehen eine durchwegs positive Bilanz: Der Tageszutritt-Rekord mit mehr als 8000 Besuchern sei am Samstag übertroffen worden, insgesamt fanden 30'000 Besucher den Weg in die Rundhofhalle. Das entspricht einer Steigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Besonders erfreulich habe sich die Feinmesse entwickelt, sagt Müller. Diese zählte heuer 133 Aussteller, gegenüber 117 im vergangenen Jahr. Auch ein Rekord. Als die Feinmesse im Jahr 2014 startete, waren es 58 Aussteller. Sie profitiert also vom Ende der Muba, man darf davon ausgehen, dass im kommenden Jahr noch mehr Aussteller, die nichts mit Kulinarik zu tun haben, an der Feinmesse präsent sind. Benjamin Müller rührt schon mal die Werbetrommel: «Zur Teilnahme eingeladen sind Aussteller aus den Bereichen Wohnen, Küche und Tischkultur, die ausgewählte Exponate zeigen.»