Basel-Stadt

Nach Raiffeisenbank-Raub: Können sich die Safeinhaber Hoffnung auf Schadenersatz machen?

Wer die Basler Safeanlage der Raiffeisenbank geknackt und einen Millionenbetrag gestohlen hat, ist noch immer nicht bekannt. Für die Kunden stellt sich jedoch die Frage: Wer haftet jetzt für den Verlust? Jetzt äussert sich die Raiffeisenbank.

Bekannt ist bislang nur: Letzte Woche am 5. März meldete ein Kunde, dass sein Fach in der Raiffeisen-Safeanlage am Basler Aeschenplatz ausgeraubt worden war. Schnell herrschte Gewissheit, er war nicht das einzige Opfer. Insgesamt 22 Bankfächer wurden leer geräumt. Die Schadenssumme ist nicht bekannt, doch nach bz-Informationen wird von einem Millionenbetrag ausgegangen. Seither ermittelt die Basler Staatsanwaltschaft. Und Raiffeisen sucht nach dem Fehler im System

Doch wer haftet für den Verlust von Bargeld, Schmuck und anderen Wertsachen? Die Bank? Der Hersteller und Lieferant der Sicherheitsanlage? Gar der Kunde selbst?

Raiffeisen-Sprecher Dominik Chiavi erklärt auf Anfrage: «Wir setzen alles daran, eine optimale Lösung für unsere Kunden zu finden und uns – im Rahmen unserer Möglichkeiten – kulant zu zeigen.» Die Bank deutet also an, zumindest für einen Teil des Schadens aufkommen zu wollen.

Chiavi sagt allerdings auch: «Dazu müssen wir zuerst die Umstände vollumfänglich abklären.»

Zahlt die Versicherung?

Wie viel Hoffnungen sich die Raiffeisen-Kunden machen können, muss offen bleiben. Für Chiavi gilt eben auch: «Grundsätzlich liegt die Versicherung der Safeinhalte aber in der Verantwortung der Kunden. Betroffenen Kunden raten wir, sich im Schadenfall direkt mit ihrer Versicherung in Verbindung zu setzen.»

Bei der 24-Stunden-Safeanlage am Aeschplatz können Kunden Tag und Nacht selbstständig auf ihre Fächer zugreifen und Geld und Wertgegenstände deponieren oder entfernen. Der Zugang erfolgt für die Kunden über den Eingangsbereich der Bank beim Aeschenplatz. Sie funktioniert quasi wie ein hochgesicherter Bankomat. Wie die Täter vorgingen, ist Teil der Ermittlung.

«Laufendes Verfahren»

Seitens der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt heisst es am Mittwoch auf Anfrage noch immer: «Laufendes Verfahren, keine Neuigkeiten.»

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