Messe Basel
Nach Unfall: Unia stellt Sicherheit auf der Messeplatz-Baustelle infrage

Vor zwei Wochen kam es laut Zeugenaussagen auf dem Messeplatz zu einem Unfall. Die Messe spricht von einer Unachtsamkeit des Arbeiters. Die Unia hingegen ist anderer Meinung. Sie stellt die Sicherheit auf der Baustelle infrage.

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Die Baustelle auf dem Messeplatz.

Die Baustelle auf dem Messeplatz.

Kenneth Nars

Die Gewerkschaft Unia hat heute Morgen auf der Baustelle beim Messeplatz eine Protestaktion durchgeführt und auf die Suva-Sicherheitscharta aufmerksam gemacht. Grund: Mitte Juni hat sich auf der Baustelle ein Unfall eines Bauarbeiters ereignet.

Dieser sei beim Abladen von Schalelementen rund acht Meter in eine Baugrube gefallen und habe sich dabei schwer verletzt, heisst es in einer Mitteilung der Unia. Die Gewerkschaft ist der Meinung, der Unfall sei eine direkte Folge von Stress und Termindruck, der auf der Baustelle Messe Basel herrsche.

«Die Terminvorgaben sind so eng, dass die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften nicht gewährleistet ist», sagt Serge Gnos von der Unia Nordwestschweiz. Man arbeite bei der Messebaustelle in zwei Schichten, von 5 bis 23 Uhr. «Die Arbeiter sind sich diese Arbeitszeiten und auch Schichtarbeit nicht gewohnt.»

Christian Jecker von der Messe Schweiz ärgert sich über die «Polemik», die die Unia wegen Unfalls betreibt. «Der Arbeiter ist aus dem Lastwagen gestiegen, hat nicht aufgepasst und ist dann in die Grube gestürzt. Es war Unachtsamkeit und hat nichts mit mangelnden Sicherheitsvorkehrungen zu tun, erklärt Jecker gegenüber der bz.

Natürlich aber bedauere die Messe diesen Unfall. (mum)