Der Bericht der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Grossen Rates zur Affäre rund um die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) wird erst heute Donnerstagmittag offiziell veröffentlicht.

Erste Enthüllungen der bz lösen aber bereits jetzt einen politischen Wirbel aus: In einer Medienmitteilung reagierte die Basler BDP. Sie fordert nicht nur den „sofortigen Rücktritt“ von SP-Regierungsrat Hans-Peter Wessels. Die Partei überlegt sogar „eine Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsführung einzureichen“.

Hintergrund ist die umstrittene Zahlung einer Million Euro an die französischen Behörden für den Bau der Tramverlängerung nach Saint-Louis. Monatelang hatte die GPK die genauen Umstände untersucht.

Ihr Bericht hat es in sich: Nicht nur fordert die parlamentarische Oberaufsicht, dass Präsident Paul Blumenthal wie auch sein Vize Paul Rüst nicht mehr in den BVB-Verwaltungsrat gewählt werden dürfen.

Auch solle der Gesamtregierungsrat dem Verkehrsdirektor verstärkt auf die Finger schauen. Es ist sogar die Rede davon, dass Wessels das BVB-Dossier weggenommen werden sollte.

Grund dafür sind Widersprüche, in welche sich dieser verstrickt habe. So hat Wessels in den letzten Monaten mehrfach betont, nie eine Anweisung zur Zahlung der umstrittenen Millionen gegeben zu haben. Der GPK liegen nun ein Schriftverkehr vor, welcher das Gegenteil belegen soll.