Fessenheim
Nach Zwischenfall soll Atomkraftwerk ganz vom Netz

Wegen eines Dichtungsdefektes ist das umstrittene französische Atomkraftwerk Fessenheim seit Samstag vom Netz. Der jüngste Zwischenfall giesst Wasser auf die Mühlen der Atomkraftwerk-Gegner.

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Wie lange noch? Insbesondere in Südbaden und der Nordwestschweiz hofft man auf die schnelle Stilllegung des AKW Fessenheim.

Wie lange noch? Insbesondere in Südbaden und der Nordwestschweiz hofft man auf die schnelle Stilllegung des AKW Fessenheim.

Keystone

Die Grüne Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae lässt sich in einer Mitteilung zitieren: «40 Jahre nach Wyhl ist es höchste Zeit, dass aus dem vorläufig ein endgültig wird. Das Pannen-AKW muss abgeschaltet werden, je früher desto besser für alle Menschen in der Region.» Sie fordert vom französischen Präsidenten François Hollande, sich an sein «klares Wahlversprechen» zu erinnern. Gefordert sei aber auch die Deutsche Bundesregierung, sich stärker einzusetzen. «Ein kurzer Brief von Umweltministerin Hendricks an ihre französische Kollegin Royal genügt nicht», heisst es weiter in der Mitteilung von Andreae.

Am Sonntagabend haben die Betreiber des Atomkraftwerks Fessenheim mitgeteilt, der Reaktor sei vorsichtshalber vom Netz genommen worden; die Dichtungsprobleme hätten keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage. Da Reaktor 2 bereits in der Nacht zum Samstag für mehrwöchige Routine-Wartungsarbeiten heruntergefahren worden war, produziert Fessenheim damit seit Samstagabend keinen Strom mehr. (sda/bz)

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