Corona-Virus
Nachgefragt beim Kantonsarzt: «Wir rechnen mit noch mehr Fällen»

Kantonsarzt Thomas Steffen gibt Auskunft über die aktuelle Corona-Lage in Basel.

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Kantonsarzt Thomas Steffen.

Kantonsarzt Thomas Steffen.

bz

Herr Steffen, in knapp eineinhalb Wochen gab es im Kanton Basel-Stadt bisher zwölf Corona-Fälle. Sind das viele oder wenige?

Thomas Steffen: Vor zwei Wochen hätte ich noch gesagt, es seien viele. Inzwischen sehen wir, dass sich die Dynamik verstärkt hat. Wir rechnen in den kommenden Tagen mit mehr Fällen.

Können Sie sagen, mit was Sie rechnen?

Das ist schwierig, weil die Entwicklung örtlich unterschiedlich ist. Aber ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen auch in der Region Basel mehrere Dutzend Fälle haben werden. Aber wir können wir dafür sorgen, dass sich das Virus nicht so schnell ausbreitet.

Auf was muss man sich noch einstellen?

Man kann die Situation mit einer schweren Grippenwelle vergleichen. Der Unterschied ist, dass wir für die vulnerablen Menschen keine Impfung haben.

Wird es in der Region auch bald so aussehen, wie die Bilder aus China oder Italien mit leer gefegten Strassen und abgeriegelten Städten?

Damit rechnet hierzulande kein Experte. Wir werden Massnahmen brauchen, die in unseren kulturellen Kontext passen und die den Virus bremsen. Wir wissen mittlerweile alle: Zurückdrängen können wir den Virus nicht mehr. Wir müssen schauen, dass wir ihn gut überstehen.

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