Zoo Basel
Nachwuchs im Basler Zolli: «Rochenmännchen sind ruppige Liebhaber»

Das Vivarium im Zoo Basel verzeichnet momentan einen aussergewöhnlichen Kindersegen. Die Süsswasserstechrochen haben dieses Jahr bereits zum zweiten Mal Nachwuchs. Vierzehn Junge sind insgesamt seit Februar zur Welt gekommen, soviel wie noch nie.

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Das sind die jungen Süsswasserstechrochen im Basler Zolli
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Das sind die jungen Süsswasserstechrochen im Basler Zolli
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Das sind die jungen Süsswasserstechrochen im Basler Zolli

Das sind die jungen Süsswasserstechrochen im Basler Zolli

Zoo Basel

Bereits am 9. Februar erblickten acht kleine Rochen das Licht der Aquarienwelt, am 28. Mai erfolgte eine zweite Geburt mit sechs weiteren Jungen. Diesmal schwammen am frühen Morgen zwei junge Männchen und vier Weibchen vor den überraschten Augen der Tierpfleger umher.

Die meisten Fische legen Eier, Süsswasserstechrochen allerdings gebären fixfertige kleine Abbilder ihrer Eltern. «Rochenmännchen sind ruppige Liebhaber. Sie lassen sich von Duftstoffen der Weibchen zunächst zu hektischer Raserei verführen und jagen diese regelrecht über den Grund des Gewässers», schreiben die Verantwortlichen des Basler Zoos in einem Communiqué. Dabei beissen sie die Weibchen immer wieder heftig in den Rand der Körperscheibe, auch um bei der Paarung genügend „Halt" zu bekommen.

So sollen zum Teil grosse Wunden entstehen, die allerdings auch schnell wieder abheilen. «Paarungen bei Rochen oder auch bei Haien führen bei Besucherinnen und Besuchern des Vivariums immer wieder zur Sorge um das Wohlergehen der Weibchen, zum Glück zu Unrecht», teilt man von Seiten des Zoos mit. «Die Männchen begatten die Weibchen - wenn sie sich denn einmal festgebissen haben - mit ihren zwei Klammerorganen, den sogenannten Klaspern. Der eigentliche Akt findet Bauch-an-Bauch statt und dauert lediglich eine Minute. Es sieht jedoch äusserst akrobatisch aus, wenn sich das Männchen dabei unter das Weibchen windet.» (agt)