Zoo Basel

Nachwuchs im Zoo Basel: Ein Baby-Erdmännchen erblickt das Licht der Welt

Am 11. April 2020 gab es Nachwuchs im Erdmännchen-Bau. Das Kleine ist Einzelkind und die ganze Gruppe kümmert sich liebevoll. Es hat auch bereits schon Bekanntschaft mit dem Stachelschwein gemacht.

Das Junge wird laut Medienmitteilung des Zoo Basel ständig von einem «Babysitter» begleitet. Das kleine Erdmännchen sei bereits viel auf der Anlage unterwegs, wo es eifrig im Sand scharrt und vom Futter kostet. Manchmal spielen auch die beiden älteren Junge, die im Januar zur Welt kamen, gemeinsam auf den jüngsten Nachwuchs auf. Dabei seien sie sehr konzentriert und spielen auch nicht. Das Spiel steht erst wieder im Vordergrund, wenn ein neuer Babysitter das Aufpassen übernimmt.

Soziale Tiere, die für die Gemeinschaft leben

Das Kleine ist neugierig. Das Stachelschwein schien einmal so interessant, dass es sich zu nahe heran wagte. Sein Babysitter warnte es aber sofort mit einem Ruf. Dadurch erfährt das Erdmännchen nun Schritt für Schritt, wo Gefahr lauert. Die gesamte Gruppe der Erdmännchen unterstütz die Mutter des Kleinen bei der Erziehung. Sie zeigen ihm, wie das Suchen von Nahrung funktioniert, wie man Steine dreht und wie man sogar schon kleine Beutetiere fängt. Doch die Helfer lehren das Junge nicht nur, sonder pflegen, wärmen und schützen es auch.

Man sieht, Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Sie kümmern sich auch um ein Tier der Kolonie, welches verletzt oder krank sein sollte. Das Sagen hat im Trupp ein dominantes Weibchen. Laut der Medienmitteilung haben Studien gezeigt, dass dieses Weibchen bis doppelt so viel Testosteron im Blut hat wie manche ihrer männlichen Artgenossen. Im Allgemeinen ist es auch dieses Weibchen, welches für den Nachwuchs sorgt.

Extra Beschäftigung anstelle ständiger Gefahr

Erdmännchen besitzen schlanke Vorderpfoten mit langen Krallen, der Daumen beziehungsweise der grosse Zeh fehlt ihnen. Mit diesen Pfoten können die Tiere sehr gut graben und nach Nahrung scharren. Sie fressen alles, was ihnen in die Pfoten kommt. Damit sie schlank bleiben, werden die Erdmännchen im Zoo extra beschäftigt. Denn in der freien Wildbahn sind die Erdmännchen ständig damit beschäftigt, nach Gefahr Ausschau zu halten. Diese Gefahr stellen meistens grosse Greifvögel dar. Die Kolonie hat deshalb Späher und Pfeifer, die bei lauernder Gefahr alle Gruppenmitglieder warnen. Als Schutz dienen den Erdmännchen ihre Höhlen, welche sie meistens von anderen Tieren übernehmen.

Auch wenn Erdmännchen süss anzusehen sind, gehören se dennoch zur Ordnung der Raubtiere. Ihre natürliche Heimat sind Namibia, Botswana (Kalahari) und Südafrika. In diesen Gegenden bevorzugen die Tiere offene und trockene Landschaften. Ihr Lieblingsessen sind Insekten und zu kleineren Anteilen kleine Wirbeltiere.

Liveschaltung zu den Erdmännchen

Der Zolli hat aktuell neun Erdmännchen. Die beiden Jungen, die im Januar zur Welt amen, sind beide Männchen. Das Geschlecht des jüngsten Nachwuchses ist bisher noch nicht bekannt.

Am Donnerstag, 7. Mai, um 11 Uhr schaltete der Zoo via Facebook live zu Kuratorin Friederike von Houwald bei den Erdmännchen. Schauen Sie sich hier den aufgezeichneten Livestream an:

Livestream aus dem Zoo Basel bei den Erdmännchen

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