Am 6. Juni fiel dem Tierpfleger auf, dass sich die Hündin (7) anders verhielt als sonst. Dann vernahm er ein leises Wimmern aus der Wurfbox. Am 28. Juni führte die Mutter ihre noch tapsige Kinderschar erstmals vorsichtig nach draussen. Mittlerweile ist die kleine Familie selbstsicherer geworden. Immer häufiger spielen alle zusammen gut sichtbar auf der Aussenanlage.

Am letzten Montag bekamen die Kleinen erstmals Besuch vom Zootierarzt. Er entwurmte und verpasste ihnen einen Identifikatinons-Chip. Beim Gesundheits-Check stellte er fest, dass es zwei Männchen und zwei Weibchen sind. Im Zoo Basel lebt zurzeit neben der Mutter mit ihren Jungen noch der Vater (8) der Kleinen.

In den nächsten Wochen werden die Welpen schnell heranwachsen. Etwa alle zwei Wochen verdoppeln sie ihr Körpergewicht. Damit die Knochen schön gerade wachsen, wird jetzt auf eine kalziumreiche Ernährung geachtet. Darum gibt es Fleisch mit einem speziellen Zusatz und möglichst ganze Tiere mit Haut und Haaren und Knochen, beispielsweise Ratten.

Der Wurf ist im Vergleich eher klein. Afrikanische Wildhund-Mütter bekommen meist 6 bis 16, selten sogar noch mehr Junge. Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass die Jungen eines Wurfes von verschiedenen Vätern stammen können.

Die geselligen Afrikanischen Wildhunde leben in der offenen Gras- und Waldsavanne. Sie sind ausgezeichnete Jäger und durchstreifen bei der Nahrungssuche nach Huftieren, insbesondere Impalas, weite Gebiete. Die Rudelgrösse schwankt zwischen einem Paar mit ihren Jungen und 60 Tieren. Normalerweise pflanzt sich nur ein Paar fort, und alle Rudelmitglieder helfen bei der Aufzucht der Jungen mit. Da ihr Lebensraum immer mehr schwindet, sind Wildhunde gefährdet.