Basel

Nachwuchsjournalisten: Bald erscheint «Bebbi Kids»

Die Bebbikids dürfen die Kostbarkeiten des Kräutergartens nicht nur anschauen, sondern auch verspeisen.

Seit dem 8. September «basteln» junge Baslerinnen und Basler ihre eigene Zeitung. Bis zum Druck fehlen noch einige Spendengelder.

«Hier kann man fast alles roh essen, nur die Bohnen und die Kartoffeln nicht», sagt die Stucki-Chefin Tanja Grandits zu den Nachwuchsjournalisten, während sie ihnen die frischen kleinen Tomaten zur Degustation reicht.

Die Sterneköchin zeigt den Kindern ihren Kräuter- und Gemüsegarten und diese horchen gespannt ihren Worten. Später setzen sie sich an den Mitarbeitertisch und die jungen Zeitungsmacher holen ihre Notizen hervor.

Am Werk sind hier die «Bebbi Kids»-Journalisten, die ein Interview für die Kinderzeitung führen. Die Fragen sprudeln nur so aus ihnen heraus.

Laut Marina Peter, Sozialpädagogin und Betreuerin des Projekts, sei das keine Überraschung: «Die Interviews sind für viele Kinder das Highlight des Projekts. Sie lernen gerne neue Menschen kennen.» Entsprechend einfach sei ihnen das Fragensammeln gefallen.

Ein Engagement für die Rechte der Kinder

Die Arbeit an der neuen «Bebby Kids» in Kooperation mit der bz begann vor rund zwei Wochen. Am 8. September trafen sich die zehn Kinder, die zwischen neun und zwölf Jahre alt sind, zum Arbeitstreffen im Basler Kinderbüro.

Auf der To-do-Liste stand die Themenfindung für die Zeitungsartikel. An Ideen mangelte es nicht. Nach dem Brainstorming entschieden sich die Kids per Abstimmung für sechs Projekte.
Am 20. November soll die fünfte «Bebbi Kids» erscheinen und an Primarschulen verteilt sowie im Kinderbüro und am Basler Bahnhof aufgelegt werden.

In der bz wird die Kinderzeitung als Beilage mitgeliefert. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Am 20. November jährt sich der Tag der Kinderrechte zum 30. Mal und mit genau jenem begann die Geschichte der «Bebbi Kids». Anstoss für das Projekt war nämlich die Forderung der Kinder nach einem kindergerechten Zugang zu Informationen.

Bis zum Druck ist es aber noch ein weiter Weg: Zuerst stehe jeweils eine Rekapitulation der Informationen an, wie Peter sagt. Die Kinder erzählen sich gegenseitig die Geschichten, um sich den Inhalt nochmals in Erinnerung zu rufen.

Dann beginnt das Schreibwerk. Die Nachwuchsjournalisten teilen die Arbeit auf, jeder macht das, was er am besten kann: «Ob layouten, schreiben oder fotografieren – jeder hat seine Stärke», so Peter.

Die Betreuerinnen korrigieren lediglich orthografische und grammatikalische Fehler, die Sprache soll authentisch gehalten werden. Schliesslich ist die «BebbiKids» eine Zeitung von Kindern für Kinder.

Es steht aber nicht nur für die Journalisten noch viel Arbeit an, denn guter Journalismus hat seinen Preis. Für die Finanzierung der fachlichen Unterstützung sowie der Druck- und Versandkosten haben die «Bebbi Kids» ein Crowdfunding lanciert (siehe unten).

25 000 Franken sind das Ziel, momentan ist mit rund 5 500 Franken etwas mehr als ein Fünftel gedeckt. Als Gegenleistung für einen Zuschuss erhalten die Spendenden beispielsweise eine signierte Dankeskarte der Redaktoren oder eine Teilnahme am «Bebbi Kids»-Apéro am Vorabend der Zeitungserscheinung. (bz)

Meistgesehen

Artboard 1