Das Naturhistorische Museum Basel zügelt rund 3,5 Millionen Objekte seiner Sammlung in ein externes Lager nach Münchenstein BL. Anlass sind Sanierungsarbeiten im Basler Museumsbau. Die umgezogenen Sammlungsteile sollen bis auf weiteres im externen Lager bleiben.

Vom Museum an der Basler Augustinergasse nach Münchenstein gebracht werden unter anderem die Insektensammlung sowie Objekte aus der Mikropaläontologie, Geologie und Wirbeltierpalöontologie, wie das Naturhistorische Museum am Montag mitteilte. Mit dabei ist auch die 1997 übernommene Käfersammlung des Münchner Lodenfabrikanten Georg Frey.

Nötig geworden ist die temporäre Auslagerung wegen der im Gang befindlichen Sanierung des Museumsgebäudes in Basel. Die Sanierungsarbeiten im Berri-Bau - benannt nach dem Erbauer Melchior Berri (1801-1854) - hätten unterbrochen werden müssen, weil für sie Raum benötigt werde, der bis anhin mit Sammlungsgut belegt war.

Die ausgelagerten Objekte werden in Münchenstein im Gewerbebau SpenglerPark des früheren Modehauses Spengler untergebracht. Dort hat das Museum in Zusammenarbeit mit Immobilien Basel-Stadt rund 2700 Quadratmeter Lagerfläche gemietet. Die Räume sind den Museumsbedürfnissen entsprechend umgebaut worden und klimatisiert.

Aufwendiger Umzug

Der Umzug ist laut Auskunft von Projektleiter André Puschnig schon seit zwei Wochen im Gang. Die Umzugsarbeiten seien aufwendig, da die Museumsobjekte eine besondere Handhabung erforderten; so müssten etwa 24'000 Insektenkästen beim Umzug vor Erschütterungen geschützt werden. Das Museum hoffe aber, die Arbeiten bis Ostern abschliessen zu können.

Danach bleiben die Sammlungsobjekte in Münchenstein, bis dereinst der geplante Neubau des Naturhistorischen Museums im Basler St. Johann-Quartier steht. Für diesen hat der Grosse Rat im vergangenen Juni einen Projektierungskredit von 11 Mio. Franken bewilligt. Die Eröffnung ist in den Jahren 2020/2021 vorgesehen.

Die freigewordenen Räume im Berri-Bau dagegen werden nach der Sanierung für anderes wie die Haustechnik benötigt oder liegen im Dachstock und sind darum weniger ideal für die Sammlung, wie Puschnig sagte. Das externe Lager in Münchenstein wird derweil für wissenschaftliche Besucher zugänglich sein und weist auch Arbeitsplätze für Sammlungsverwalter und Wissenschafter auf.