Mammut, Dinos & Co. sollen nicht vorübergehend in den leeren Messehallen unterkommen. Dieser Vorschlag der FDP, welcher zuvor bereits in einem bz-Kommentar aufgeworfen wurde, hat bei der Basler Regierung keine Chance. Man wolle keinen weiteren Zeitverlust bei der Planung des Neubaus für das Kunstmuseum und das Staatsarchiv, schreibt Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann in einer Antwort auf den Vorschlag von FDP-Präsident Luca Urgese. Ausserdem sei völlig offen, ob die Messe Schweiz überhaupt auf Messehallen verzichten will. 

Urgese hatte die Krise der Messe als Alternative zu den Plänen der Regierung ins Spiel gebracht. Diese setzt auf einen 225 Millionen teuren Neubau im St. Johann, in dem das Naturhistorische Museum und das Staatsarchiv gemeinsam unterkommen sollen. Scherzhaft kursiert dafür bereits der Begriff «T-Rexit». Der jetzige Museumsstandort, der Beeri-Bau, muss umfassend saniert werden. Anschliessend soll gemäss den Plänen der Regierung das Antikenmuseum die Räumlichkeiten nutzen. Geplant ist dieser Umzug aber frühestens in zehn Jahren.

Unklare Kosten

Urgeses Vorschlag, dass das Naturhistorische Museum nach ein paar Zwischenjahren in der Messe wieder zurück in den Beeri-Bau ziehen soll, kommt beim zuständigen Präsidialdepartement ganz schlecht an. Ein Verbleib im Berri-Bau hätte für das Naturhistorische Museum schwerwiegende Konsequenzen, so die Regierung. Aufgrund der Sanierung würden künftig fast die Hälfte der heutigen Ausstellungsfläche oder drei der vier Untergeschosse für die Sammlung wegfallen. Um die jahrhundertealte Sammlung richtig lagern zu können, müsste dann zusätzlich ein neues Depot gefunden werden. «Steigende Betriebskosten und sinkende Effizienz wären zwingende Folgen», so die Regierung.

Unklar sind dagegen noch immer die gesamten Kosten, die die Basler Museen in den kommenden Jahren verursachen werden. So ist etwa der Sanierungsbedarf für das Historische Museum noch in Abklärung. Auch wurde erst eines der vier Museen im Besitz des Kantons eingehend analysiert. Die Prüfung des Kunstmuseums ergab, dass die Subventionen um zwei Millionen aufgestockt werden sollen.