IWB und WWF

Naturschützer und Stromer werden Partner

Solarkraftwerk auf dem St.-Jakob-Stadion: Mosaikstein künftiger Stromversorgung.

Solarkraftwerk St. Jakob

Solarkraftwerk auf dem St.-Jakob-Stadion: Mosaikstein künftiger Stromversorgung.

IWB und der WWF Schweiz gehen eine mehrjährige Partnerschaft ein, die einen Katalog mit konkreten Nachhaltigkeitszielen enthält sowie eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung ökologischer Produkte und Dienstleistungen vorsieht.

Händeschütteln und Vertragsunterzeichnung am Sitz der Industriellen Werke Basel (IWB): Die IWB sind das erste Schweizer Energieversorgungsunternehmen, das sich im Rahmen einer Partnerschaft mit dem WWF zu konkreten Nachhaltigkeitszielen bis 2020 verpflichtet.

Dass ein Stromversorger und Umweltschützer zusammenfinden ist nicht selbstverständlich, machwen doch letztere häufig den ersteren mit Einsprachen das leben schwer, wenn es um Kraftwerke oder Hochspannungsleitungen geht. Doch IWB und WWF würden gemeinsame Werte verbinden, hiess es an der Medienkonferenz. Gemeinsam wollen sich IWB und WWF für die nachhaltige Energieversorgung auf Basis von naturverträglichen erneuerbaren Energiequellen sowie für mehr Energieeffizienz einsetzen. Politisch wollen sie der Energiewende zum Durchbruch verhelfen. Die jetzt geschlossene Partnerschaft sei ein konkreter Schritt auf dem Weg zu diesem langfristigen Ziel.

Die IWB haben sich im Rahmen der Partnerschaft verpflichtet, in den nächsten Jahren Nachhaltigkeitsziele in den Bereichen erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Natur- und Umweltschutz, Reduktion CO2-Ausstoss und Zertifizierung von Kraftwerken zu erreichen. Die vereinbarten Ziele sollen aufzeigen, dass die erneuerbare Stromversorgung der Region Basel mit den Anforderungen des Natur- und Artenschutzes vereinbar ist.

Neben der heute schon gewährleisteten Versorgung ihrer Basler Endkunden mit Strom, der ausschliesslich aus erneuerbaren Energiequellen in eigenen Anlagen produziert wird, plant IWB bis Ende 2020 Investitionen in den weiteren Ausbau der inländischen erneuerbaren Stromproduktion. Dieser soll mindestens 5% des bisherigen Stromabsatzes bei Endkunden betragen. Gleichzeitig will IWB bis Ende 2018 den Anteil an Strom mit dem Ökolabel "Nature Made Star" von 24 auf 48 Millionen Kilowattstunden erhöhen.

Weg mit den Ölheizungen

Ein wichtiges Ziel der Partnerschaft sei es, den Ausbau der erneuerbaren Wärmeversorgung in der Region Basel gezielt voranzutreiben und dabei die CO2-Emmissionen zu reduzieren. Dazu will IWB bei ihren Kunden klimaverträgliche Alternativen zu fossilen Heizungssystemen realisieren und die Beimischung von Biogas im gelieferten Biogas-Erdgas-Mix an Endkunden bis 2018 auf 5 Prozent erhöhen. Im Contracting-Geschäft plant IWB zukünftig ausschliesslich Anlagen, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Dazu solle der Strom- und Wärmeverbrauch bei Endkunden durch Energieeffizienz-Dienstleistungen, durch smarte Energielösungen einer integrierten Energieversorgung sowie durch moderne Wärmesysteme kontinuierlich reduziert werden. Insgesamt zielen die vereinbarten Massnahmen bis Ende 2018 darauf ab, den Stromverbrauch um 1,5 Prozent pro Jahr und den Wärmeverbrauch um jährlich 0,5 Prozent zu verringern. Zudem leistet IWB einen finanziellen Beitrag für die Arbeit des WWF.

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Autorin

Daniel Haller

Daniel Haller

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