Basler Gymnasien
Naturwissenschaften sind bei den Basler Gymnasiasten beliebt

Die Zahl der Gymnasiasten in Basel steigt. Dennoch können in diesem Jahr alle Schülerinnen und Schüler dem Schwerpunktfach zugeteilt werden, das sie gewünscht hatten. Sehr beliebt sind die Naturwissenschaften. Auch das umstrittene Schwerpunktfach PPP und die alten Sprachen legen deutlich zu.

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Das Leonhard ist mit 796 Schülerinnen und Schülern das grösste Gymnasium der Stadt.

Das Leonhard ist mit 796 Schülerinnen und Schülern das grösste Gymnasium der Stadt.

Juri Junkov

In diesem Sommer werden mehr Schülerinnen und Schüler in ein Basler Gymnasium eintreten, als im Vorjahr. Die Übertrittsquote von der OS ans Gymnasium beträgt 38,6 Prozent, eine Erhöhung um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz des Anstiegs bei den Übertritten können sämtliche der 494 neuen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ihrem gewünschten Schwerpunktfach zugeteilt werden, wie das Erziehungsdepartement am Donnerstag mitteilte.

Beliebte Naturwissenschaften

Bei der Wahl der Schwerpunktfächer ist ein deutlicher Trend hin zu den Naturwissenschaften festzustellen. Am stärksten war die Nachfrage beim Schwerpunkt Biologie/Chemie mit 127 Anmeldungen. Auch «Physik und Anwendungen der Mathematik» (PAM) ist beliebt: 43 Anmeldungen bedeuten eine Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr. Nach wie vor gefragt sind Bildnerisches Gestalten (77) und Spanisch (75). Hier ist aber ein leichter Rückgang der Anmeldungen zu beobachten. Der umstrittene Schwerpunkt PPP «Psychologie/Philosophie/Pädagogik», dem wegen zu hoher Beliebtheit die Abschaffung gedroht hatte, kann weiter zulegen: 62 angehende Gymnasiastinnen und Gymnasiasten entschieden sich dafür (Vorjahr: 46). Ebenfalls einen deutlichen Anstieg verzeichnen die alten Sprachen. 37 Anmeldungen für Latein oder Griechisch bedeuten einen Anstieg um ein Drittel. Weniger gewünscht werden momentan Italienisch, Musik und «Wirtschaft und Recht». Die Anmeldezahlen liegen bei diesen Fächern zwischen 22 und 28.

Trotz leicht weniger Neueintritten bleibt das Leonhard mit 796 Schülerinnen und Schülern das grösste Gymnasium der Stadt, gefolgt vom Wirtschaftsgymnasium, das zusammen mit der Wirtschaftsmittelschule auf 762 Schülerinnen und Schüler kommt. Das Gymnasium am Münsterplatz zählt 682, das Kirschgarten 630 und das Bäumlihof 605 Schülerinnen und Schüler.

Freie Schwerpunktwahl garantiert

Die freie Schwerpunktwahl wird auch in Zukunft erhalten bleiben. Ab 2014 wird jedoch die Freiheit bei der Schulwahl eingeschränkt, falls die Verteilung auf die Basler Gymnasien zu ungleich ausfällt. Um die Schülerzahlen möglichst gleichmässig zu verteilen, wird das beliebte Schwerpunktfach PPP ab dem Schuljahr 2014/2015 neben dem Münsterplatz zusätzlich am Wirtschaftsgymnasium angeboten. Am Münsterplatz-Gymnasium kann ausserdem neu in Kombination mit dem «International Baccalaureate» der Schwerpunkt Englisch gewählt werden. Bis jetzt stand dieses Fach nur im Gymnasium Bäumlihof im Angebot. (sra)