Auch 2018 werde das BIP lediglich um 1,8 Prozent zulegen, teilte die BAK Basel am Donnerstag in einem Communiqué mit. Bislang waren die BAK-Auguren von einem Plus von 2 Prozent für beide Jahre ausgegangen.

Dass die Wachstumserwartungen schwächer ausfielen als vor drei Monaten, hänge neben dem schwachen Jahresende 2016 insbesondere mit der Ablehnung der USR III zusammen. Die Unklarheit über das zukünftige Steuerregime werde sich kurzfristig vor allem bei den Investitionen negativ bemerkbar machen, schrieb die BAK: "Der Schaden ist hierbei umso grösser, je länger die Unsicherheit andauert."

Wachstum halbiert

Im laufenden Jahr dürften die Ausrüstungsinvestitionen noch lediglich um 1,9 Prozent zulegen. Damit würde sich das Wachstum im Vergleich zu 2016 mehr als halbieren, bevor es 2018 wieder zu einer Beschleunigung auf 3,8 Prozent kommt.

Bei dieser Prognose geht die BAK davon aus, dass noch im laufenden Jahr klar werde, welches zukünftige Steuerregime zu erwarten sei. Unter dieser Annahme seien die negativen Effekte der Ablehnung beschränkt und keine akute Bedrohung für das mittel- und längerfristige Wachstum der Schweizer Wirtschaft.

Allerdings stehe die politische Diskussion noch am Anfang. Sollte es nicht bald zu einer breit akzeptierten Umsetzung der Unternehmenssteuerreform kommen, könnten die negativen Effekte wesentlich stärker ausfallen, schrieb die BAK. (sda)