Seit heute Mittwoch liegen auf dem Bauinspektorat Pläne auf für die Umgestaltung der Fasnachtsgasse. Ein «ruhiger Hof für Aufenthalt und Begegnung» soll hinter der Barfüsserkirche entstehen. Mit neuen Bäumen (gemäss Baueingabe müssen dafür auch drei Bäume weichen; diese werden jedoch ersetzt) soll Klostergarten-Feeling aufkommen.

Als neuer Blickfang des neugestalteten Platzes fungiert ein alter Bekannter: der Neptunbrunnen. Gemäss der Historiker-Website «altbasel.ch» hat dieser eine im wahrsten Sinne des Wortes bewegte Geschichte hinter sich – denn an seinem jetzt vorgesehenen Plätzchen angekommen, hätte er bereits die dritte Züglete hinter sich. Und das kam, gemäss «altbasel.ch», so:

Gebaut worden ist der Brunnen 1706 im Auftrag von Andreas Burckhardt-Thierry (1652-1731). Er hatte es in Basel zum hohen Amt des Oberstzunftmeisters gebracht und 1705 den Mentlinhof am Münsterplatz 14 zu Lehen erhalten. Für diese Liegenschaft liess Burckhardt einen Brunnen in Auftrag geben, der im hinteren Hofteil aufgestellt wurde.

Als jedoch 1888 das Gymnasium am Münsterplatz durch einen Neubau erweitert wurde, musste der Brunnen weichen – in den Garten des Historischen Museums, wo er 90 Jahre bleiben durfte. Ehe er 1984 zum Hans-Huber-Saal verschoben wurde. Kaum dort, wurde ihm übel mitgespielt: Ein Vandale, der auf den Brunnstock kletterte, beschädigte 1992 die Neptun-Figur.

In neuer Frische und repariert soll er nun die Fasnachtsgasse zieren und zum «Identifikationspunkt» werden. Die Architekten wünschen sich gar, dass Herr und Frau Basler künftig beim Abmachen «Träffe mer uns bim Neptunbrunne» sagen.