Otterbach

Neue Auffahrt in Kleinhüningen schafft die Staus ab

Voraussichtlich im Oktober dieses Jahres soll die neue Autobahnauffahrt in Richtung Zürich und Bern in Kleinhüningen fertig sein.

Voraussichtlich im Oktober dieses Jahres soll die neue Autobahnauffahrt in Richtung Zürich und Bern in Kleinhüningen fertig sein.

Ab Oktober kann man von der Zollfreistrasse und vom Zoll Otterbach direkt auf die Autobahn fahren. «Die neue Rampe könnte dem Rückstau in der Freiburgerstrasse Abhilfe schaffen», sagt der Projektleiter vom Basler Tiefbauamt.

Im Oktober 2015 soll die neue Autobahnauffahrt in Kleinhüningen fertig sein. Dann kann man von der Neuhaus- und Badenstrasse und damit auch von der Zollfreistrasse und vom Zoll Otterbach direkt Richtung Süden auf die Autobahn fahren. 

Die Rampe (rot) in der Nähe der Stücki führt Richtung Süden auf die A2. Die andere Rampe (grün) ist schon seit einem Jahr fertig.

Die Rampe (rot) in der Nähe der Stücki führt Richtung Süden auf die A2. Die andere Rampe (grün) ist schon seit einem Jahr fertig.

Die Autos der Einkaufstouristen, die sich beim Zoll Otterbach die grünen Zettel für die Mehrwertsteuererstattung abstempeln lassen, stauen sich manchmal vom Wiese-Kreisel in Basel bis in die Innenstadt von Weil am Rhein zurück. «Die neue Rampe könnte dem Rückstau in der Freiburgerstrasse Abhilfe schaffen», sagt Dejan Despotovic, Projektleiter im Basler Tiefbauamt. Damit dies funktioniert, müsste aber eine direkte Anbindung der Zollfreistrasse an die A 2 geschaffen werden. Diese ist bald fertig.

Die Einkaufstouristen würden hinter dem Zoll Otterbach und vor der dortigen Avia-Tankstelle scharf rechts in Richtung Neuhausstrasse einbiegen und von dort über die Badenstrasse in der Nähe der Stücki auf die Autobahn in Richtung Bern und Zürich fahren. Die Zollfreistrasse erhielte damit über die Verbindung von Lörrach und Weil am Rhein hinaus eine neue Funktion.

Nur wenige Anwohner

«Die Zollfreistrasse befindet sich ausserhalb der Stadt, und dort wohnen wenig Leute. Die Deutschen haben Verständnis für unsere Idee», berichtet Despotovic. Er ist damit bei den Nachbarn bereits weibeln gegangen, als er die Erneuerungsarbeiten an der Achse Lörrach–Riehen–Basel vorgestellt hat. Sie werden die nächsten fünf Jahre auf der Riehenstrasse, der Aeusseren Baselstrasse, der Baselstrasse und der Lörracherstrasse für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgen und teilweise Umleitungen erfordern. In insgesamt fünf Jahren sollen hier fast 100 Millionen Franken verbaut werden. Zu den Arbeiten gehören unter anderem eine Grundwasserschutzwanne unter die Gleise des Trams, Gleiserneuerungen, barrierefreie Haltestellen, Verbreiterung der Trottoirs, die Erneuerung der Werkleitungen und grössere Sicherheit für Velofahrer. Insgesamt soll der Umbau den Verkehr beruhigen und die Strassen aufwerten.

Baumassnahmen 2015 bis 2020

«Die erwartete Verkehrsabnahme durch die Zollfreistrasse zwischen Weil am Rhein und Lörrach soll mit flankierenden Massnahmen gesichert werden», heisst es in den Informationen zu den geplanten Baumassnahmen. Sie werden von 2015 bis 2020 dauern. Schon während der Bauarbeiten soll die Zollfreistrasse für Entlastung in Riehen sorgen.

In Richtung Norden ist eine Autobahnausfahrt in Kleinhüningen bereits seit einem Jahr in Betrieb (rechts grün eingezeichnet), wird aber laut Dejan Despotovic derzeit eher von Camions in Richtung Hafenareal genutzt. Dass man von dort auch in Richtung Zoll Otterbach fahren und somit den Wiese-Kreisel umfahren kann, sei in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

«Da kann mit ganz einfachen Massnahmen und einer besseren Signalisation einiges verbessert werden», teilt er mit. Zuerst aber müsse die andere Auffahrrampe in der Badenerstrasse und bei der Stücki Ende 2015 geöffnet werden. «Sonst herrscht nur Verwirrung wegen der kurzfristigen Provisorien.»

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