«Oftmals sind ältere Leute im Angebots-Dschungel überfordert». So begründet Gabi Mächler, Kommissionspräsidentin des GGG Wegweisers, die Wichtigkeit des Angebots «Info älter werden». Gemeinsam mit dem Gesundheitsdepartement, dem Verein 55+ und anderen Organisationen riefen sie das Projekt ins Leben, um weiterhelfen zu können. Die Infostelle ist ein Teil des GGG Wegweisers, der bereits seit mehreren Jahren in Fragen rund um das «soziale Basel» orientiert und weiterhilft. Sozialesbasel.ch, so heisst auch die Website, die von der GGG vom Kanton Basel-Stadt und von der Christoph Merian Stiftung vor einem Jahr erstellt wurde.

Auf der Seite mit dem Motto «wir helfen Finden» sind rund 1 200 Angebote von über 500 Organisationen aufgelistet. Der Wegweiser stellt eine Infothek zu Verfügung, wo sich Menschen in verschiedenen Bereichen kostenlos beraten lassen können. Zudem kann man sich bei einer belastenden Arbeitssituation an die Stelle wenden oder den Schreibdienst in Anspruch nehmen. Und nun können sich eben auch ältere Personen bei Fragen an die Stelle «Info älter werden» wenden. Deren Aufgabe ist es jedoch nicht, ältere Menschen direkt zu betreuen, sondern sie mit ihren Problemen oder Fragen an die richtige Stelle oder das richtige Angebot weiterzuleiten.

Die Mitarbeiter der Infostelle arbeiten ehrenamtlich für das Projekt und haben diverse Workshops und Weiterbildungen besucht, um sich auf die Anfragen der Senioren und Seniorinnen zu spezialisieren. Von allen möglichen Angeboten und Hilfsstellen haben sie Flyer in verschiedene Kategorien unterteilt. Laut einer freiwilligen Mitarbeiterin kommen viele ältere Leute wegen Patientenverfügungen oder Testament-Fragen zu ihnen. Dann verweist die Stelle die Kunden an Organisationen wie beispielsweise die Caritas. Laut Regierungsrat und Vorsteher des Gesundheitsdepartements Lukas Engelberger sei die Gründung einer solchen Anlaufstelle für ältere Personen schon lange nötig gewesen: «Bei den vielen Angeboten ist es schwer für ältere Leute, sich zurechtzufinden. Mit der Infostelle ‹Info älter werden› haben wir einen grossen Fortschritt in der Gesundheitspolitik gemacht.»

Grosses Netzwerk

Vor der Gründung der Stelle haben sich die Verantwortlichen der Stelle mit verschiedenen Organisationen zusammengesetzt und ein ausgeprägtes Netzwerk gebildet. Alle Institutionen, die nur im Entferntesten mit Altersfragen zu tun haben, seien laut Geschäftsleiterin des Wegweisers, Barbara Heinz, eng mit der Infostelle im Gespräch.