50 Millionen Startkapital brauchen "Swiss Skies" für die Gründung ihrer Billig-Langstrecken-Airline. Das verkündeten die vier Gründer an einer Medienkonferenz in Basel Mitte September. Dann sollen ab Basel Langstreckenflüge in die USA möglich sein. Von diesem Betrag sind nun innerhalb von zwei Wochen zwei Millionen Franken zusammengekommen, wie Alvaro Oliveira, einer der Gründer, in einem Interview in der aktuellen gedruckten Ausgabe der Zeitschrift Bilanz sagt.

Das Geld komme von den Gründern selbst sowie aus Freundes- und Familienkreisen. Gespräche mit institutionellen und privaten Partnern seien zudem im Gange. Oliveira gibt zu, dass es im Feld der Langstrecken-Billigflieger kein wirkliches Vergleichsprojekt gebe. Norwegian etwa, die ähnliches angeboten hatte, steht zum Verkauf.

15 Stunden in der Luft und notfalls nach Australien

Oliveira betont im Interview, dass die Flieger von Swiss Skies täglich 15 Stunden in der Luft sein sollen, günstige Airports in attraktiven Nischenmärkten bedient würden und Tickets übers Internet erhältlich sind. Die Medienkonferenz in Basel habe stattgefunden, weil so viele Reaktionen aus der Schweiz eingetroffen waren, nachdem schon in der "Financial Times" ein entsprechender Beitrag erschienen war.

Swiss Skies will nicht nur von Basel aus starten, es würden vier weitere Basen in Europa ins Auge gefasst. An all denen bestehe derzeit kein Langstrecken-Angebot. "Und wenn die Nachfrage über dem Atlantik saisonbedingt schwächer ist, könnten wir Urlauber mit Zwischenstopps bis nach Australien fliegen", so Oliveira.