Langstreckenflüge
Neue Billig-Airline ab Basel: Zwei Millionen beisammen – da fehlten nur noch 48 Millionen

Das Langstrecken-Projekt Swiss Skies will mit Billigflügen von Basel nach Übersee punkten. Jetzt ist bekannt: Von den erwarteten 50 Millionen Franken für die Gründung sind zwei Millionen beisammen. Notfalls soll sogar nach Australien geflogen werden.

Andreas Schwald
Drucken
Teilen
Das sind die vier Swiss-Skies-Gründer: Harald Vogels, Philippe Blaise, Armin Bovensiepen and Alvaro Oliveira.
12 Bilder
Armin Bovensiepen
Alvaro Oliveira
Philippe Blaise
Harald Vogels
Im Anflug: Mit dem Airbus 321neo will «Swiss Skies» der Swiss Langstrecken-Kunden abjagen.
Swiss Skies
Doch ist der Euro-Airport dafür bereit? Die Platzbedingungen gerade bei der Einreise, aber auch beim Check-In sind heute sehr knapp.
An einer Medienkonferenz präsentierten die vier Gründer ihre Idee.
Einen «Gamechanger» sieht Armin Bovensiepen insbesondere im neuen Flugzeug A321neo von Airbus.
Am Vortag hatten sich die vier Gründer in Basel mit Investoren getroffen.
Zu den Ergebnissen hielten sie sich am Freitag bedeckt.

Das sind die vier Swiss-Skies-Gründer: Harald Vogels, Philippe Blaise, Armin Bovensiepen and Alvaro Oliveira.

ALEXANDRA WEY

50 Millionen Startkapital brauchen "Swiss Skies" für die Gründung ihrer Billig-Langstrecken-Airline. Das verkündeten die vier Gründer an einer Medienkonferenz in Basel Mitte September. Dann sollen ab Basel Langstreckenflüge in die USA möglich sein. Von diesem Betrag sind nun innerhalb von zwei Wochen zwei Millionen Franken zusammengekommen, wie Alvaro Oliveira, einer der Gründer, in einem Interview in der aktuellen gedruckten Ausgabe der Zeitschrift Bilanz sagt.

Das Geld komme von den Gründern selbst sowie aus Freundes- und Familienkreisen. Gespräche mit institutionellen und privaten Partnern seien zudem im Gange. Oliveira gibt zu, dass es im Feld der Langstrecken-Billigflieger kein wirkliches Vergleichsprojekt gebe. Norwegian etwa, die ähnliches angeboten hatte, steht zum Verkauf.

15 Stunden in der Luft und notfalls nach Australien

Oliveira betont im Interview, dass die Flieger von Swiss Skies täglich 15 Stunden in der Luft sein sollen, günstige Airports in attraktiven Nischenmärkten bedient würden und Tickets übers Internet erhältlich sind. Die Medienkonferenz in Basel habe stattgefunden, weil so viele Reaktionen aus der Schweiz eingetroffen waren, nachdem schon in der "Financial Times" ein entsprechender Beitrag erschienen war.

Eine neue Billigairline mit dem Namen «Swiss Skies» soll Langstreckenflüge ab Basel anbieten.
4 Bilder
Doch ist der Euro-Airport dafür bereit? Die Platzbedingungen gerade bei der Einreise, aber auch beim Check-In seien heute sehr knapp.
Ist der Euro-Airport bereit für Swiss Skies?
Nach der Kritik: Die Grenzkontrollen sollten ab sofort speditiver werden, erklärte Sprecherin Vivienne Gaskell. Von den Verbesserungen ist heute noch nichts zu spüren.

Eine neue Billigairline mit dem Namen «Swiss Skies» soll Langstreckenflüge ab Basel anbieten.

airbus.com

Swiss Skies will nicht nur von Basel aus starten, es würden vier weitere Basen in Europa ins Auge gefasst. An all denen bestehe derzeit kein Langstrecken-Angebot. "Und wenn die Nachfrage über dem Atlantik saisonbedingt schwächer ist, könnten wir Urlauber mit Zwischenstopps bis nach Australien fliegen", so Oliveira.

Aktuelle Nachrichten