Naturhistorisches Museum
Neue Dauerausstellung: Museums-Gäste im Wolfspelz

Nach fünf Jahren Umbau sind die Säugetiere, Vögel und Mineralien im Rahmen der neu eröffneten Ausstellung «Schauplatz Natur» zurückgekommen.

Dominique Waldmann
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Zwergmäuse turnen an einem Zweig herum.
7 Bilder
Ein Turmfalke in typischer Pose.
Auch der Uhu ist im Naturhistorischen Museum ausgestellt.
Eine präparierte Waldohreule.
Ausstellung Naturhistorisches Museum Basel
Auch Mineralien aus der Schweiz sind im Museum zu betrachten. Hier ein Amethyst.
Haematitkristalle mit Rauchquarz.

Zwergmäuse turnen an einem Zweig herum.

Gregor Brändli

Sechs Räume gibt es im Basler Naturhistorischen Museum für den Besucher neu zu entdecken. In vier davon ist die neue Dauerausstellung «Schauplatz Natur» zu sehen. Sie zeigt einheimische Säugetiere, Vögel und Mineralien. Vor fünf Jahren mussten diese das Museum verlassen, weil dieses aufgrund neuer Auflagen gezwungen war, die mit Asbest verseuchten Räume umzubauen. Das Museum verkündete gestern auch das Ende der 13 Jahre dauerenden Umbauphase des gesamten Areals. «Ein langes Kapitel, das wir mit dem Beginn der neuen Ausstellung erfolgreich abschliessen», sagt Basil Thüring, Leiter Geowissenschaften. Für die Besucher sind wieder alle Räumlichkeiten zugänglich.

Gebisse zum Anfassen

In den grün gestrichenen Räumen hängt noch der Duft von frischer Farbe. Der Besucher merkt, hier ist alles neu. Auch der beigefarbene Sperrholzboden quietscht noch nicht. Das Motiv der neuen Ausstellung wird sofort klar: In allen Räumen stehen die Tiere mitten im Zentrum. Und zwar hinter Vitrinen. Die Idee ist, dass der Besucher die Tiere von allen Seiten betrachten und das Tier in einer typischen Pose bestaunen kann. So erwartet den Besucher gleich als erstes ein Luchs. Er steht mitten im unteren Raum und erlegt vor den Augen des Besuchers ein Reh. Hinter seinem Rücken, nicht in der Vitrine, sind Gebisse der Tiere aufgestellt. Diese darf man anfassen.

Gleich neben dieser Vitrine darf sich der Besucher in das Tier hineinversetzen. Beinahe wortwörtlich. Denn durch eine Videobrille sieht der Besucher mit den Augen der Tiere. Zwischen sechs verschiedenen Tieren kann der Besucher wechseln. Währenddessen verdunkelt sich das Bild, es wird Abend, Nacht und dann wird es wieder hell. Am spannendsten dürfte die Sichtweise der Waldschnepfe sein, da ihre Augen seitlich am Kopf liegen.

Tier-Lebensraum Stadt

Der obere Stock widmet sich dem dem Lebensraum der Tiere. Zuerst befindet sich der Besucher in der Stadt. Durch Wandmalerei wird diese in 360 Grad und im Tagesverlauf dargestellt. In der Wandzeichnung und in Raummitte finden sich die Tiere. Neben bekannten Stadtbewohnern wie der Taube und dem Spatz lauert der Fuchs. Dieser wurde absichtlich mager dargestellt, seine Nahrungsgrundlage, der Abfall, scheint nicht so nahrhaft zu sein.

Zwischen Stadt und Alpen liegen die Mineralien verteilt auf einer Schweizer Karte. Man bewegt sich von Schaffhausen nach Chur, um Mineralien aus dieser Region zu betrachten. Ein Quiz klärt den Interessierten darüber auf, welches Mineral in welchem Alltagsgegenstand zu finden ist. Im letzten Raum folgen schliesslich die Alpen. Als Aquarell an der Wand ebenfalls in 360 Grad und im Jahresverlauf dargestellt. Auch hier befinden sich die Tiere in der Raummitte und strecken ihre Zunge raus.

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