Feuerwehr und Sanität
Neue Einsatzzentrale: Zehn Millionen für Ausbau des Basler Lützelhofs

Für die neue Einsatzzentrale der Basler Feuerwehr und der Sanität soll das Lützelhof-Gebäude aufgestockt, verstärkt und ausgebaut werden. Die Regierung beantragt dafür zehn Millionen Franken beim Parlament. Das Bauprojekt ist Teil einer 2016 aufgegleisten Reorganisation.

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Die Einsatzzentralen der Basler Blaulichtorganisationen werden zusammengelegt.

Die Einsatzzentralen der Basler Blaulichtorganisationen werden zusammengelegt.

KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

Die heute fünf teils nicht kompatiblen Einsatzzentralen (EZ) der Basler Blaulichtorganisationen sollen zu zwei redundanten EZ zusammengelegt werden. Die Sanität-EZ ist an der Hebelstrasse, jene der Feuerwehr am Schützengraben im Lützelhof. Für die Polizei-EZ im Spiegelhof hatte der Grosse Rat 49,6 Millionen im 2016 bewilligt.

Der Lützelhof war als Feuerwehr-Standort schon erdbebenertüchtigt worden. Nun soll der Bau ein zusätzliches Stockwerk erhalten, wobei er erneut für Erdbeben fit gemacht werden muss. Zudem wird unter anderem im Untergeschoss ein Rechnerraum eingerichtet, und die Notstromversorgung wird aktualisiert.

Die Regierung nennt den am Dienstag verabschiedeten Lützelhof-Ratschlag den "letzten Puzzle-Stein" auf dem Weg zur Umsetzung ihrer EZ-Strategie. Mit den zehn Millionen reizt sie den vor zwei Jahren angekündigten Kostenrahmen aus. Beide künftigen EZ sollen einander bei einem Notfall funktional voll ersetzen können.

Die EZ der Blaulichtorganisationen sind in Basel-Stadt schon seit rund 17 Jahren Thema. Bevor sich die Regierung auf die neue Zwei-Zentralen-Strategie einigte, wurden diverse Varianten geprüft, auch eine EZ im Zeughaus. Sind die beiden neuen EZ ab 2021 in Betrieb, sollen jene der Sanität und der Krisenorganisation sowie die Verkehrsleitzentrale aufgehoben werden.