Ausgeschlossen
Neue Grundlagen für Gefahrguttransporte – trotz grenznahen Vorfällen ist Basel nicht in Diskussionen involviert

Gleich zwei Vorfälle in kürzester Zeit unweit der Grenze zu Basel befeuern die Debatte um Gefahrguttransporte. Deshalb wurde nun eine Begleitgruppe im Landkreis Lörrach gegründet – Basel ist jedoch nicht mit von der Partie.

Olivia Meier
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Güterzug fährt durch den Badischen Bahnhof von Deutschland her in die Schweiz.

Güterzug fährt durch den Badischen Bahnhof von Deutschland her in die Schweiz.

Kenneth Nars

Gefährlich, explosiv, krebserregend: Die Diskussionen um den Transport von Gefahrgut in Deutschland werden hitzig geführt – und durch verschiedene Ereignisse weiter angekurbelt. So beispielsweise durch einen Vorfall am 4. Januar. Im Rangierbahnhof Weil am Rhein trat aus einem Container ein giftiger Stoff aus: 75 Feuerwehrleute waren vor Ort, darunter auch die Industriefeuerwehr der Region Basel. Viel Kritik zur Sicherheit um Gefahrentransporte wurde laut.

Deshalb wurde nun die Gefahrguttransport-Begleitgruppe Rheintalbahn im Landkreis Lörrach gegründet. Die Deutsche Bahn stellte der Gruppe laut einer Medienmitteilung «die Grundlagen zur Beförderung von Gefahrgut auf der Schiene» vor. Sie soll die Situation um die Gefahrguttransporte untersuchen.

Nur: Basel ist nicht in die Diskussionen involviert, obwohl die grenznahen Vorfälle auch hier Auswirkungen haben können. Gegen die Zunahme der Gefahrentransporte in Grenznähe hat der Kanton 2016 gar beim Bund Einsprache erhoben. Anne Tschudin, Sprecherin des Gesundheitsdepartements Basel, schreibt auf Anfrage der bz: «Wir haben weder Kenntnis von der Gruppe, noch haben wir Einsitz in dieser Begleitgruppe.»