Parkgebühren
Neue kostenpflichtige Parkfelder für Motorräder sind bis ins Detail geplant

Es ist beschlossene Sache, dass künftig für das Abstellen von Rollern und Motorrädern bezahlt werden muss. Diesen Grossrats-Beschluss nun umzusetzen, wirft einige Fragen auf. Wie und wann muss bezahlt werden? Wie viele Standorte wird es geben? Die bz gibt Antwort.

Eva Wieser
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36 Standorte mit Parkplätzen für insgesamt 334 Motorräder sind vorgesehen.

36 Standorte mit Parkplätzen für insgesamt 334 Motorräder sind vorgesehen.

Kenneth Nars

Und jetzt? Dass die Roller- und Motorradfahrer und -fahrerinnen künftig für das Parkieren bezahlen müssen, ist beschlossen. Doch nun folgt die Umsetzung. Da gibt einige ganz praktische Fragen, welche das Basler Bau- und Verkehrsdepartement ausführlich beantwortet.

Wie viele Standorte wird es geben?

36 Standorte im Bereich der Gross- und Kleinbasler Innenstadt bieten Platz für insgesamt 334 Motorräder oder Motorroller. Davon werden 12 Standorte mit 91 Einzelplätzen im Kleinbasel und 24 Standorte mit 245 Einzelplätzen im Grossbasel stationiert sein.

Wie ist man auf die Anzahl Standorte gekommen?

Die Zahlen sind nicht einfach aus der Luft gegriffen: Eine Zählung der kombinierten Parkfelder für Velos und Motorrad oder Roller zeigte den Bedarf an Standorten und Einzelplätzen auf. Das Bau- und Verkehrsdepartement ist sich sicher, dass die Anzahl Stellplätze für motorisierte Zweiräder in der Innenstadt etwa gleich bleibt.

Welche Masse haben die neuen Parkplätze?

Zwei Meter lang und einen Meter dreissig breit wird ein Einzelplatz sein. Auch der Winkel der Motorrad- und Roller-Parkplätze ist bereits bekannt. So werden die Markierungen schräg zur Strasse in einem Winkel von 60 Grad aufgezeichnet.

Wie, wann und Wie viel muss bezahlt werden?

Jedes Parkfeld wird mit einer Nummer versehen. Eine Parkuhr soll dann mit Münzen gefüttert werden. Von acht Uhr morgens bis sieben Uhr abends müssen Motorradfahrer und Rollerfahrerinnen 50 Rappen pro Stunde bezahlen. Fürs Auto wird das sechsfache verlangt, also drei Franken pro Stunden – und das non-stopp.

Was passiert mit den Parkier-Sündern?

Wer einen Bogen um die Parkuhr macht, wird mit 40 Franken gebüsst. Aber wo soll der Busszettel befestigt werden? Eine knifflige Aufgabe für die Polizisten, welche Kontrollen durchführen werden. Unter die Scheibenwischer kann bei Zweirädern nichts geklemmt werden. «Da wird es sicher Möglichkeiten geben», sieht das Bau- und Verkehrsdepartement optimistisch in die Zukunft.

Wird es in Zukunft auch möglich Sein, das Motorrad oder den Roller im Parkhaus abzustellen?

«Wir haben uns überlegt, Parkplätze auch für Roller und Motorräder anzubieten», sagt Barbara Neidhart von Immobilien Baselstadt. Aus technischen Gründen sei eine Umsetzung zurzeit jedoch kein Thema. So seien beispielsweise die Einfahrtsschranken für Zweiräder nicht geeignet.

Ab wann muss für das Abstellen von Motorrädern und Rollern bezahlt werden?

Gemeinsam mit dem neuen Verkehrskonzept Innenstadt ist die Umsetzung ab Herbst 2013 geplant. Gross ändern werde sich nicht viel, schwächt Jasmin Fürstenberger den Wirbel um die Parkgebühren ab. Die Sprecherin im Bau- und Verkehrsdepartement betont, dass in Zukunft lediglich eine Gebühr verlangt und die Velos getrennt abgestellt werden.