Der «Drecksack» ist das neue Wundermittel gegen die Vermüllung der Basler Innenstadt. Wenn die warmen Sommertage die Basler Scharenweisen ans Rheinufer und in öffentliche Parks ziehen, dann sind die Schattenseite dieses mediterranen Lebensgefühls Tonnen von Abfall, die achtlos liegen gelassen werden – sogenanntes Littering.

Die bereits getroffenen Massnahmen zur Eindämmung bilden eine lange Liste, die von zusätzlichen Abfallkörben, Prävention, Aufklärung bis Bussen reicht. Seit Donnerstag ist die Liste um den «Drecksack» reicher.

Mit der Aktion «Ein <Drecksack> macht sauber» setzen die Basler Littering-Gespräche auf eine neue Strategie im Kampf gegen den Müll. Statt wie bisher mit dem Zeigefinger auf Abfallsünder zu zeigen, werden mit der Kampagne Personen «belohnt und nicht bestraft», wie Regierungsrat Christoph Brutschin am Donnerstag vor den Medien sagte.

Das Modell funktioniert wie folgt: Wer in den nächsten acht Wochen bei teilnehmenden Restaurants, Läden oder Kiosken Essen zum Mitnehmen kauft, bekommt den «Drecksack». Nach dem Essen packt man den Abfall in den Plastiksack und entsorgt diesen in einem der 29 speziell bereitgestellten Container.

Wer einen Drecksack entsorgt, kann zudem an einem Gewinnspiel teilnehmen. Die Teilnehmer erwarten über 60‘000 Preise.

Basel leidet schon länger unter dem Littering-Problem:

Verschiedene Aktionen wurden bereits lanciert, um auf das Thema Littering aufmerksam zu machen und eine Verhaltensänderung zu erreichen: