Baselworld

Neue Messehalle: Sicherheit wird gross geschrieben

Die Baselworld eröffnet am Donnerstag.

Die Baselworld eröffnet am Donnerstag.

Mit dem Messeneubau wurden auch die Sicherheitsstandards an der Baselworld weiter erhöht. Die Sicherheitsmassnahmen sollen dabei auch sichtbar sein. Es wurde auch im technischen Bereich aufgerüstet.

Der Messeneubau ist topmodern und lässt bei den Ausstellern der Uhren- und Schmuckmesse keine Wünsche offen. Für die Sicherheitsverantwortlichen war der Neubau Segen und Herausforderung zugleich, galt es doch, für das neue Messegelände ein zum Teil neues Konzept zu erarbeiten. «Gerade im technischen Bereich haben wir aufgerüstet», sagt Peter Holenstein, in der Geschäftsleitung der MCH Group zuständig für die Event Infrastruktur.

Schnelle technische Fortschritte

«Natürlich haben wir die Systeme immer nachgerüstet und sie auf einen möglichst aktuellen Stand gebracht», so Holenstein. «Doch gerade im Bereich Übertragungsnetze geht die technische Entwicklung sehr schnell voran. Jetzt ist alles prima überwacht.» Holenstein betont, dass die Sicherheitsstandards bereits im alten Messegebäude sehr hoch waren. Es ist das Prinzip der Sicherheit, dass über sie nur wenig Details bekannt gegeben werden. Denn ein allseits bekanntes Sicherheitsdispositiv bietet weniger Sicherheit.

Wichtige Bestandteile des Sicherheitssystems an einem Messegelände sind die Dutzende Türen, die in die Halle führen. «Das ganze Gebäudeleitsystem und das Türschliesssystem sind zentral gesteuert. Bei einem Brandfall beispielsweise ist genau geregelt, welche Türe wann öffnet.» Einen enormen Anteil an den heutigen Sicherheitsstandards habe die Basler Polizei, die im Vornherein wie auch während der Messe sehr grosse und gute Arbeit leiste. «Wir hatten im Vorfeld mehrere Sitzungen mit Polizei, Securitas, Feuerwehr und Sanität, um für alle Vorfälle gewappnet zu sein.» Auch eine externe Sicherheitsüberprüfung fand statt.

Sichtbare Polizeipräsenz

Neben den technischen Systemen ist das Sicherheitspersonal der zweite Eckpfeiler der Sicherheit. Dieses wird an die unterschiedlichen Messen angepasst. Durch den Neubau sei die Messe einfacher zu kontrollieren, weiss Holenstein. «Alles ist eine grosse Fläche, die über Passerellen verbunden ist. Man braucht nicht mehr die Hallen zu verlassen, um von Ort zu Ort zu gelangen.» Auch gebe es insgesamt weniger Zugänge zur Messe. Die Polizei patrouilliert im Innern und rund ums Gebäude in Zweierteams. «Sie bewegen sich relativ locker. Man sieht sie und man sieht sie irgendwie auch nicht.» Es sei durchaus gewollt, so Holenstein, dass die Sicherheitsbeamten sichtbar sind. «Es wird absichtlich Präsenz markiert.

Dies soll eine abschreckende Wirkung für jene Leute haben, die sich sozusagen selber bedienen wollen.» Dies geschah vor zwei Jahren, als es an der Baselworld zu einem Diamantendiebstahl kam. «Wenn man die Details kennt, ist der Vorfall erklärbar.» Über die lange Geschichte der Uhren- und Schmuckmesse gesehen seien es sehr wenige Vorfälle. «Das Risiko für einen Diebstahl ist in den Beizen oder in den Verkehrsmitteln der Stadt grösser. Der sicherste Ort ist die Halle selber.»

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