Plakatwerbung
Neue Plakatkonzession bringt Basel-Stadt dreifache Einnahmen

Ab 2018 dürfen vier Firmen statt nur einer die insgesamt 4500 Plakatflächen in Basel-Stadt nutzen. Die Regierung hat mit der Neuvergabe der auslaufenden Palakatkonzession ihre Einnahmen mehr als verdreifacht.

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Plakate in Basel (Archiv)

Plakate in Basel (Archiv)

Nicole Nars-Zimmer

Die markanten Mehreinnahmen für den Kanton seien der Ausschreibung zu verdanken, teilte das Bau- und Verkehrsdepartement am Mittwoch mit. Man rechne mit jährlichen Einnahmen von über neun Millionen Franken. Für die Werbekunden würden die Preise für Plakatwerbung auf öffentlichem Grund hingegen sinken.

Für die 2000 grossformatigen und 2500 kleinformatigen Plakatflächen hatten sich sieben Firmen beworben. Bei den Grossen kam die bisherige Konzessionsinhaberin Allgemeine Plakatgesellschaft APG bei sieben Losen zum Zug, die Firma Clear Channel bei zwei Losen. Bei den Kleinen wurden Kulturbox und Kulturservice berücksichtigt.

Die neue Konzession gilt für zehn Jahre, also bis und mit 2028. Sie bringt auch neuere Technik auf Basler Allmend, namentlich digitale Plakatflächen und Leuchtdrehsäulen. Der Kanton habe "in der Ausschreibung auf eine zurückhaltende Gestaltung der digitalen Werbeflächen Wert gelegt", hiess es weiter.

Die Plakatkonzession hatte in Basel um die Jahrtausendwende für Ärger gesorgt: Damals hatte das Baudepartement die Konzession der APG erteilen und dafür von dieser WC-Anlagen bezahlen lassen wollen. Der Grosse Rat stoppte diesen Deal, weil damit dem Kanton über die 15-jährige Laufzeit insgesamt zwischen 32 und 42 Millionen Franken entgangen wären - bei einer Gegenleistung von etwa sechs Millionen.

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