Gesundheit

Neue Prostata-Biopsie am Universitätsspital Basel

Die Rasterelektronenaufnahme einer Prostatakarzinomzelle.

Die Rasterelektronenaufnahme einer Prostatakarzinomzelle.

Beim Verdacht auf Prostatakrebs steht Patienten am Universitätsspital Basel (USB) ab sofort eine schweizweit einzigartige Methode zur Verfügung. Das USB schreibt, dass diese robotergesteuerte Biopsie präziser und sicherer sei als alle bisherigen Untersuchungsmöglichkeiten.

«Mona Lisa» heisst das Gerät und führt drei Verfahren zusammen. Die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und den transrektalen Ultraschall (TRUS) mit einer Roboter gestützten Biopsietechnik. Aus den MRT-Daten wird ein 3D-Modell der Prostata errechnet, das mit den Echtzeit-Daten des TRUS fusioniert wird.

Dadurch sollen tumorverdächtige Areale genauer biopsiert werden können und unnötige Biopsien und Behandlungen vermieden werden, so das Universitätsspital Basel.

Die Probeentnahme wird in Sedation oder Kurznarkose durchgeführt und sei für den Patienten schmerzfrei. Sie erfolgt über zwei Punktionsstellen durch den Damm, statt wie bisher üblich durch den Enddarm. Dadurch sei die Biopsie für den Patienten schonend und das Infektionsrisiko minimiert.

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Die Heilungsaussichten sind
gut, sofern der Tumor früh entdeckt wird. Allerdings äussern sich im Anfangsstadium der Erkrankung
selten Beschwerden. Daher ist die Durchführung einer Vorsorgeuntersuchung unerlässlich, schreibt das USB in ihrer Medienmitteilung.

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